Ort Datum Tag Von Bis Veranstaltungsart
Meran 2018052727. Mai 2018 20180527So 15:30 Uhr 16:45 Uhr Vortrag

Unser Immunsystem ist lebensnotwendig, um die überall lauernden Feinde unseres Körpers, beispielsweise in Form von Mikroorganismen oder Viren oder auch Tumorzellen abzuwehren. Auf der anderen Seite kann sich dieses sehr ausgeklügelte System aber auch gegen harmlose Stoffe oder gar gegen den eigenen Körper richten. In diesen Fällen reagiert der Körper überempfindlich und es kommt zu Allergien oder Autoimmunerkrankungen. In Deutschland sind ungefähr 20 % der Bevölkerung von einer Allergie betroffen und ca. 5 bis 8 % leiden unter einer von ungefähr 80 bis 100 verschiedenen Autoimmunerkrankungen. Prinzipiell können von einer Autoimmunerkrankung alle Gewebe und Organe des Körpers betroffen sein. Je nachdem, wie generalisiert die Reaktion ist, kann man zwischen organspezifischen und systemischen Autoimmunerkrankungen unterscheiden. Zu den bekanntesten zählen sicherlich Rheumatoide Arthritis, Multiple Sklerose, systemischer Lupus erythematodes oder auch Diabetes mellitus Typ 1.
Bei den Autoimmunerkrankungen spielen die Zellen des adaptiven Immunsystems, also die B- und T-Zellen, eine zentrale Rolle, denn sie erkennen über ihre B- bzw. T-Zellrezeptoren sehr spezifische antigene Strukturen und müssen klar zwischen „Selbst“ und „Nicht-selbst“ unterscheiden können. Ist dies nicht der Fall, kommt es zu einer Aktivierung des Immunsystems und zur Zerstörung körpereigener Zellen.

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