Ort Datum Tag Von Bis Veranstaltungsart
Meran 2017052323. Mai 2017 20170523Di 17:00 Uhr 18:15 Uhr Vortrag

Die klinische Bedeutung der nicht-alkoholischen Fettlebererkrankung (NAFLE bzw. NAFLD im angloamerikanischen Raum) ist als hepatische Manifestation des metabolischen Syndroms stark im Zunehmen begriffen. Die NAFLD betrifft als Volkserkrankung in der EU bereits ca. 30-40% der Gesamtbevölkerung, durch die steigende Prävalenz von Adipositas und Diabetes ist mit einer weiteren Zunahme zu rechnen. NAFLD umfasst ein Spektrum, welches von der nicht-alkoholischen, „blanden“ Fettleber über die Steatohepatitis (NASH), die Leberzirrhose bis hin zum hepatozellulären Karzinom (HCC) mit entsprechend unterschiedlichen prognostischen Implikationen reicht. Die NASH-Zirrhose ist in USA nach der Virushepatitis bereits die zweithäuftigste Indikation zur Lebertransplantation geworden, welche trotz erhöhter kardiometabolischer Komorbidität sehr gute Ergebnisse liefert. Die NAFLD ist in unseren Breiten für etwa 25% der Leberwerterhöhungen und 10-20% der Leberzirrhosen verantwortlich. Bei Adipositas und Diabetes weisen 50-75% eine Fettleber, 20-50% eine NASH (gegenüber 2-3% in der Gesamtbevölkerung), 2-3% sogar bereits eine Leberzirrhose auf. Zudem stellt die NASH eine zunehmend wichtige Ursache eines HCC dar, welches alarmierenderweise auch vermehrt in präzirrhotischen Stadien beobachtet wird.

 

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