Ort Datum Tag Von Bis Veranstaltungsart
Schladming 2018011919. Jan 2018 20180119Fr 17:45 Uhr 18:45 Uhr Vortrag

Kaum eine Arzneistoffklasse bereitet mehr Probleme, für einen Patienten das richtige Arzneimittel in der richtigen Wirkstärke zu finden, wie Psychopharmaka. Einer der Gründe liegt darin, dass fast alle diese Wirkstoffe über das hepatische Cytochrom P450-System metabolisiert werden.

Das Cytochrom-P(CYP)-450-Enzymsystem ist nicht nur für zahlreiche Wechselwirkungen zwischen Arzneistoffen verantwortlich, sondern auch für das Ansprechen (oder Nicht-Ansprechen) auf viele Psychopharmaka-Monotherapien. So bilden Patienten relevante CYP-Isoenzyme in unterschiedlichem Ausmaß. Derselbe Wirkstoff wird in der Folge von einigen Patienten „normal“ verstoffwechselt, von anderen – durch geringere Enzymbildung – jedoch langsamer („poor metabolizer“), wodurch sie höhere Wirkspiegel erreichen. Dabei steigt auch das Risiko für Nebenwirkungen. Wieder andere Patienten bilden hingegen überdurchschnittliche Mengen des Enzyms und bauen den Wirkstoff dadurch erheblich schneller ab („ultra-rapid metabolizer“). Bei diesen Patienten beobachtet man eine abgeschwächte oder ausbleibende Wirkung.

Mehr Informationen zu diesem Vortrag finden Sie in der medialen Berichterstattung der Pharmazeutischen Zeitung.

 

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