Ort Datum Tag Von Bis Veranstaltungsart
Meran 2018052828. Mai 2018 20180528Mo 10:30 Uhr 11:45 Uhr Vortrag

Seit Mitte der 90iger Jahre des letzten Jahrhunderts wurden eine Reihe von sehr unterschiedlichen Immuntherapeutika zur Behandlung der MS etabliert, die die Prognose der Erkrankung erheblich verbessert haben. Dabei unterscheidet man zwischen der Behandlung des akuten Schubes mit hochdosierten Steroiden und der langfristigen Immunprophylaxe. Die größten therapeutischen Fortschritte sind bei der Behandlung der RRMS (sogenannte „Relapsing remitting MS“ – schubförmig remittierend mit eindeutig abgrenzbaren Schüben und vollständiger Remission oder partiellen Residuen) erzielt worden. Das Behandlungsprinzip besteht in einer dauerhaften Immunprophylaxe bzw. Schubprophylaxe, die den Fortschritt der Erkrankung durch Abwendung eines neuronalen Schadens bestenfalls stoppen bzw. zumindest aufhalten soll. Die Behandlung der chronischen Verlaufsformen sowie regenerative Ansätze nach eingetretenem neuronalem Schaden stellen weiterhin eine der großen und ungelösten Herausforderungen in der MS-Behandlung dar. Bei der Behandlung der PPMS (sogenannte primär chronisch progrediente MS) ist mit der Einführung des anti-CD20 gerichteten B-Zell depletierenden monoklonalen Antikörpers Ocrelizumab (Ocrevus®) im Januar 2018 erstmals eine Substanz zur Behandlung dieser Verlaufsform zugelassen worden. Dies kann als großer Fortschritt in der Behandlung der chronischen MS-Verläufe gesehen werden.

 

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