Ort Datum Tag Von Bis Veranstaltungsart
Meran 2017052525. Mai 2017 20170525Do 07:30 Uhr 18:30 Uhr Exkursion

Der Naturpark Trudner Horn liegt im Südtiroler Unterland, an der Grenze der Provinzen Bozen und Trient. Das Schutzgebiet umfasst einen waldreichen Gebirgszug von großer Vielfalt. Eine artenreiche Flora mit vielfältigem Unterwuchs und verschiedenen Baumarten bedecken große Flächen dieses Naturschutzgebietes. Landschaftliche Höhepunkte sind die blumenreichen Lärchenwiesen und Almweiden auf den Höhenrücken des Naturparks. Naturkundliche Kleinparadiese sind die zahlreichen Feuchtbiotope und die Moorgebiete.

Unsere Exkursion beginnt mit einer etwa einstündigen Fahrt mit dem Bus von Meran in Richtung Bozen, am Kalterer See vorbei in Richtung Neumarkt, nach Altrei.

Im Naturpark Trudner Horn wechseln sich supramediterraner Buschwald im Unterland mit subalpinem Fichtenwald, der mit einzelnen Zirben durchsetzt ist, ab. Auf kalkhaltigem Boden finden sich vor allem Trockenrasen, Buschwald, Föhren und Mischwald. Der Höhenrücken aus Porphyr hingegen ist wegen der reicheren Wasserführung von üppigen Tannen- und Fichtenwald bedeckt –begleitet von Lärche, Eberesche und schattenertragendem Unterwuchs. Feuchtwiesen und Moorlandschaften durchsetzen die Landschaft.

Wir beginnen unsere Exkursion im klimatisch begünstigten Bergdorf Altrei auf einer Höhe von 1200 m; der Ort ist malerisch eingebettet im Naturpark Trudner Horn und befindet sich auf einer südexponierten Terrasse. Der Weg führt uns zunächst entlang blumenbunter Wiesen und Weiden aufwärts; weiter geht es bergauf, vorbei an blumenreichen Lärchenwiesen, u. a. mit Krokus, Maiglöckchen, Primeln, Enzian und Orchideen.

Wo sich der Buschwald lichtet, treffen wir auf Trockenrasen mit vereinzelten Wacholderbüschen oder vereinzelt der Felsenbirne. An den Felsen siedeln sukkulente Hauswurze, manche Moose und Flechten. Wir treffen auf Feuchtwiesen mit ihren Trollblumen-, Seggen und Wollgrasbewuchs.

In der gemütlichen sonnigen „Krabes Alm“ kehren wir zur Mittagszeit ein. Hier haben wir hervorragenden Blick auf die uns umgebende Bergwelt der Fleimstaler Alpen. Bei unserer Nachmittagstour erwartet uns nun der Lebensraum des Hochmoors am Langen Moos, mit seinen Weiden, Erlen, Seggen, Schilf und den Bulten mit den Torfmoosen. Außerdem gedeihen hier Heidelbeeren und Moosbeeren und extrem empfindliche Insektenfressende Pflanzen, u. a. der Sonnentau.

Nicht nur eine interessante Flora sondern auch der landschaftliche Reiz macht das Gebiet zu einem überragenden Exkursionsziel. Der Abstieg verläuft gemächlich über die Bergwiesen bis nach Altrei zurück.

Hier haben wir noch kurz die Möglichkeit eine besondere Pflanze kennenzulernen – die bekannte blaue Althreier Lupine – ein Kaffeeersatz; dann fahren wir mit dem Bus von Altrei nach Meran zurück.

  • Schwierigkeit: Ganztägige Bergwanderung, am Anfang mit steilerem Aufstieg. Ansonsten geht es ohne besondere Schwierigkeiten auf ausgewiesenen Wanderwegen. Eine gewisse Trittsicherheit ist jedoch erforderlich, da an manchen Stellen der Weg schmal ist.
  • Charakter: Aufstieg von Altrei aus, dann Wanderung entlang von Blumenwiesen, durch Mischwälder, entlang von Feuchtbiotopen, einem Hochmoor, dann Abstieg ins Tal nach Altrei.
  • Einkehrmöglichkeit: Einkehr in der Krabes Alm.
  • Wanderzeit: Ganztägige Wanderung, reine Gehzeit etwa 5 Std.
  • Höhenunterschiede: ca. 400 m Anstiege, Abstiege insgesamt ca. 400 m
  • Ausrüstung: Regen- und Sonnenschutz, gute Wanderschuhe, evtl. Wanderstöcke, Getränke
  • Abfahrt: 07.30 Uhr
  • Rückkehr: ca. 18.00 Uhr
 

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