Ort Datum Tag Von Bis Veranstaltungsart
Meran 2017052626. Mai 2017 20170526Fr 17:00 Uhr 18:15 Uhr Vortrag

Die medikamentöse Tumortherapie stellt eine große Herausforderung dar. Neben der antitumoralen Therapie erhalten die Patienten meistens auch Supportivtherapeutika zur Vermeidung unerwünschter Wirkungen, wie z. B. Antiemetika. Viele Patienten nehmen außerdem komplementäronkologische Präparate ein. Bedingt durch den demographischen Wandel und die zunehmende Inzidenz von Tumorerkrankungen mit höherem Lebensalter verkompliziert sich die Situation weiter. Ältere Krebspatienten leiden meist schon an chronischen Krankheiten und bringen daher häufig eine Polymedikation in die Tumortherapie mit. Eine nahezu unüberschaubare Medikation ist die Folge.

Ein Medikationsmanagement bietet die Chance, durch effiziente multiprofessionelle Zusammenarbeit den heutigen Herausforderungen bei einer medikamentösen Tumortherapie gerecht zu werden. Insbesondere die gemeinsame Festlegung von Prozessabläufen opti­miert dabei die Patientenversorgung, indem erforderliche Maßnahmen und die Kompetenzen verschiedener Berufsgruppen gebündelt werden. Der Weg hin zu einem multiprofessionellen Betreuungs­modell ist in der Praxis nicht immer einfach, weil oftmals noch die Strukturen fehlen. Das Ergebnis bietet jedoch nicht nur einen Nutzen für den Patienten, sondern auch für die beteiligten Berufsgruppen.

 

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