Ort Datum Tag Von Bis Veranstaltungsart
Meran 2018052929. Mai 2018 20180529Di 10:30 Uhr 11:45 Uhr Vortrag

Die Pharmakotherapie von Asthma bronchiale und COPD erfolgt überwiegend mit Dosieraerosolen, Pulverinhalatoren oder Soft Inhalern (Respimat®). Die mögliche Gefahr therapeutischer Risiken als Folge einer Aut-idem-Substitution bei den Inhalativa ist allgemeiner Konsens. Daher listet die Leitlinie der DPhG zur Guten Substitutionspraxis Inhalativa auch bei der Gruppe der kritischen Darreichungsformen auf. Die liegt darin begründet, dass der therapeutische Effekt hier ein komplexes Wechselspiel zwischen Formulierung, Applikationssystem (Device) und Patient erfordert. Nur wenn ein Patient den passenden Wirkstoff in einem für ihn geeigneten Applikationssystem erhält, ist der therapeutische Nutzen wahrscheinlich. Dennoch konnte sich der Gemeinsame Bundesausschuss bisher nicht dazu durchringen, Inhalativa in die Substitutionsausschlussliste aufzunehmen. So bleibt zum Wohle des Patienten letztlich – falls der Arzt das „Aut-idem Kreuz“ nicht setzt – nichts anderes übrig, als im Rahmen einer individuellen Risikoabschätzung zu entscheiden, ob gegebenenfalls bei der Abgabe pharmazeutische Bedenken geltend zu machen sind. In die Betrachtung einzubeziehende Faktoren betreffen vor allem Unterschiede in der Funktionalität und Handhabung sowie patientenindividuelle Aspekte.

 

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