Ort Datum Tag Von Bis Veranstaltungsart
Meran 2017052121. Mai 2017 20170521So 15:30 Uhr 16:45 Uhr Vortrag

Bluthochdruck ist eine globale Herausforderung. Die Zahl der Hypertoniker hat sich im Zeitraum von 1975 bis 2015 weltweit nahezu verdoppelt [Ezzati 2016]. Dabei zeigen die regionalen Prävalenzen (Abnahme in den westlichen Industrienationen und im asiatisch-pazfischen Raum, stabil hoch in Zentral- und Osteuropa, Zunahme in Südasien und in der Subsahara-Region) auch noch einen weiteren Trend. Hypertonie ist nicht mehr länger eine Wohlstandskrankheit, sondern heute auch ein ernstzunehmendes Problem im Zusammenhang mit Armut. So erhöht eine vitaminarme und zuckerreiche Kost in den ersten Lebensjahren das Risiko für eine Hypertonie-Manifestation. Der begrenzte Zugang zu medizinischer Versorgung erschwert eine frühe Diagnose und eine angemessene Therapie. In Deutschland ist die Hypertonieprävalenz rückläufig und dies besonders deutlich bei Frauen. So haben laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts „Gesundheit in Deutschland 2010“ in der Erwachsenen-Bevölkerung etwa 26% der Männer und 27% der Frauen einen bekannten Hypertonus, wobei die Häufigkeit im Alter jedoch steil ansteigt.

Bluthochdruck ist eines der wichtigsten Morbiditäts- und Mortalitätsrisiken, sowohl für makrovaskuläre Erkrankungen (Herzinfarkt, Schlaganfall) als auch für mikrovaskuläre Organschäden (Auge, Nieren) und deren Folgen. Insofern ist die Blutdrucksenkung weniger das primäre Ziel als vielmehr ein wichtiges Instrument zur Minderung des Herzkreislauf-Risikos und zur Verbesserung der Prognose.

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