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Meran 2016052424. Mai 2016 20160524Di 15:30 Uhr 16:45 Uhr Vortrag

 

meran_2016_foto_foerstlDas Hauptproblem alter Gehirne ist ihre limitierte Flexibilität, ihre mangelnde Fähigkeit in neuen Situationen intelligent zu reagieren. Kann der Alltag aufgrund deutlicher kognitiver Defizite nicht mehr wie gewohnt bewältigt werden, spricht man von einer Demenz. Klinisch-praktisch steht für viele Betroffene die Gedächtnisstörung im Mittelpunkt, die auch diagnostisch-konzeptionell in den Vordergrund gerückt wird. Bei genauerem Hinsehen wirft die beginnende dementielle Erkrankung jedoch häufig ganz andere symptomatische Schatten voraus. Manche Patienten zeigen in den ersten Krankheitsphasen kaum Gedächtnisprobleme, sondern neurologische oder Verhaltensveränderungen. Für manche Angehörige stellen die intellektuellen Schwierigkeiten der Patienten im Vergleich zu den „nicht-kognitiven“ Symptomen die geringeren Probleme dar. Aus Sicht der Grundlagenforschung handelt es sich bei der Demenz ohnehin nicht um das Kernproblem der zugrundeliegenden neurodegenerativen, vaskulären und anderen Alters-assoziierten Hirnerkrankungen, sondern allenfalls um ein bedauerliches Epiphänomen.

In diesem Beitrag werden einige kognitive und nicht-kognitive Symptome Alters-assoziierter Hirnveränderungen dargestellt sowie kurz einige wenige Krankheitsmechanismen, welche diese Symptome erklären können. Noch kürzer werden im Referat pharmakologische Interventionen angesprochen, die heute gut bekannt sind und genutzt werden und jene kausal orientierten Präventionsstrategien, die möglicherweise in zehn Jahren zur Verfügung stehen werden.

 

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