Die Häufigkeit sexuell übertragbarer Krankheit (STI) nimmt bereits seit einiger Zeit wieder zu. Lassen sich Antibiotika nicht nur zu ihrer Therapie, sondern auch zur Prophylaxe, etwa einer Chlamydien-Infektion, Gonorrhö oder Syphilis, einsetzen?  Dies wird aktuell in Studien untersucht, wie die Pharmazeutische Zeitung in ihrer Ausgabe 03/2020 berichtet. Der Beitrag ist vollständig online verfügbar.

Untersucht wurde beispielsweise die Effektivität zweier Doxycyclin-Dosierungsschemata: die kontinuierliche Einnahme von 100 mg pro Tag (PrEP analog zur Malaria-Prophylaxe) versus einer Einnahme bei Bedarf mit einmalig 200 mg innerhalb von 24 bis maximal 72 Stunden nach kondomlosem beziehungsweise risikoreichem Sex maximal dreimal pro Woche (Postexpositionsprophylaxe, PEP). Die Effektivitätsraten zur Verhinderung einer Chlamydien-Infektion und einer Syphilis lagen bei circa 70 Prozent. Weitere Studien laufen, denn es sind noch viele Fragen offen: Welche Antibiotika eignen sich und welche ist die effektivste Dosis? Mit welchen Nebenwirkungen und Resistenzen muss gerechnet werden?

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