Digitale Live-Vorträge anstelle des pharmacon Meran

Bundesapothekerkammer präsentiert pharmacon@home: Digitale Live-Vorträge anstelle des pharmacon Meran

Eschborn / Berlin (25.05.2020) – Der diesjährige pharmacon Meran ist aufgrund der Corona-Pandemie abgesagt worden. Nun bietet die Bundesapothekerkammer in der ursprünglich geplanten Kongresswoche ein digitales Fortbildungsprogramm an, das aktueller kaum sein könnte: An fünf Abenden berichten hochkarätige Referenten live um 20 Uhr über die Pandemie, COVID-19 und neue Arzneistoffe. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesapothekerkammer hat das attraktive Online-Programm als „Ersatz“ für den abgesagten Kongress zusammengestellt. Der Name des neuen Veranstaltungsformats: pharmacon@home.

„Wir wollen die Tradition des pharmacon Meran nicht abbrechen lassen und haben einen neuen Weg gesucht – und gefunden! Dieses Jahr fahren die Apothekerinnen und Apotheker nicht nach Meran, sondern der pharmacon kommt zu ihnen“, erklärt Professor Dr. Ulrike Holzgrabe, Sprecherin des Wissenschaftlichen Beirats. „Wir freuen uns sehr, dass es mit vereinten Kräften gelungen ist, in kurzer Zeit ein attraktives Programm in gewohnter Qualität zusammenzustellen.“

Wie immer beim pharmacon geht es darum, wissenschaftlich fundierte Informationen zu vermitteln und die Apothekerinnen und Apotheker damit in der täglichen Beratung zu unterstützen. Viele Menschen sind von den zahlreichen und zum Teil widersprüchlichen Meldungen zur Pandemie verunsichert und suchen Rat in der Apotheke. Gerade die sogenannten Risikogruppen, wie alte Menschen und Menschen mit chronischen Erkrankungen und/oder eingeschränktem Immunsystem, vertrauen auf die pharmazeutische Beratung.

Die Forschung über das neuartige Coronavirus läuft auf Hochtouren. Die Flut an Ergebnissen wird selbst für Fachleute bisweilen unübersichtlich. Apothekerinnen und Apotheker haben bei ihrer aktuellen Beanspruchung kaum noch Zeit, selbst nach wissenschaftlichen Informationen zu recherchieren. Bei pharmacon@home nehmen erstklassige Fachleute ihnen diese Arbeit ab und präsentieren den aktuellen Wissensstand.

Konkret wird es darum gehen, das Pandemiegeschehen aus epidemiologischer Sicht zu betrachten und die verschiedenen Testsysteme zu bewerten. Auch die Erkrankung selbst wird in ihren vielen Facetten erläutert. In einem weiteren Vortrag wird über Studien mit den möglichen Impfstoffen berichtet. Und wie sieht es mit potenziellen Arzneistoffen gegen COVID-19 aus? Neben dem Ebola-Arzneistoff Remdesevir werden derzeit Wirkstoffe aus der HIV- und Malaria-Therapie getestet.

Wie es langjährige Tradition des pharmacon Meran ist, erwartet die Teilnehmer zudem ein Vortrag über die wichtigsten neu zugelassenen Arzneistoffe des vergangenen Jahres. Denn COVID-19 ist nicht die einzige Erkrankung, mit der sich die Arzneimittelforschung intensiv beschäftigt.

„Wir wissen, dass viele Kolleginnen und Kollegen gerne nach Meran gekommen wären. Auf den persönlich-kollegialen Austausch müssen wir dieses Jahr leider verzichten, auf hochwertige Fortbildung aber nicht“, erklärt Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer. „Die bisherige Resonanz auf unser online-Angebot ist riesig. Bereits wenige Tage nach der Veröffentlichung haben sich bis zu 500 Teilnehmer bei einzelnen Veranstaltungen angemeldet. Dieses hervorragende Angebot at home sollte sich kein Pharmazeut entgehen lassen.“

Die Teilnahme an pharmacon@home ist kostenlos. Jeder kann bequem von zu Hause aus an den Vorträgen und der anschließenden Diskussion teilnehmen. Die Anmeldung erfolgt über www.pharmacon.de für jeden gewünschten Vortrag separat. Wer dies wünscht, erhält eine Teilnahmebescheinigung mit Fortbildungspunkten.

Die Durchführung von pharmacon@home liegt bei der Avoxa Mediengruppe Deutscher Apotheker. Die Avoxa-Tochter pharma4u, Betreiberin einer der größten deutschen Webplattformen für pharmazeutische Fachkräfte, übernimmt die technische Realisation.

pharmacon@home läuft
Das attraktive Rahmenprogramm des pharmacon Meran ist nicht digital abzubilden. Auf den beliebten traditionellen Lauftreff braucht dennoch niemand zu verzichten. Er wird  – unter veränderten Voraussetzungen – stattfinden! Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer von pharmacon@home sind herzlich eingeladen, sich in der Veranstaltungswoche besonders sportlich zu betätigen. Und das Mitmachen wird belohnt, denn am Ende werden unter allen Teilnehmern attraktive Preise verlost. Neben Joggen und Walken sind auch andere sportliche Disziplinen möglich. Das Gemeinschaftsgefühl steht im Vordergrund – nicht der Wettbewerb. Weitere Informationen gibt es unter www.pharmacon.de.

Hintergrund
Die pharmacon-Kongresse der Bundesapothekerkammer gehören zu den bedeutendsten pharmazeutischen Fortbildungsveranstaltungen im deutschsprachigen Raum. Seit rund 50 Jahren kommen alljährlich Apothekerinnen und Apotheker im Frühsommer nach Meran, um sich über neue Erkenntnisse der pharmazeutischen Wissenschaft zu informieren. In den letzten Jahren zählte der pharmacon Meran jeweils rund 900 Teilnehmerinnen und Teilnehmer  – darunter viele Studierende und Berufsstarter.

Pressekontakt:
E-Mail: presse@avoxa.de

Montag, 25. Mai 2020|News Meran, News pharmaconathome, Presse|

Der pharmacon kommt dieses Jahr zu Ihnen nach Hause

Aufgrund von Coronavirus SARS-CoV-2 und zum Schutze aller, mussten wir vor einigen Wochen mit großem Bedauern den diesjährigen pharmacon Meran absagen. Nun möchten wir Ihnen gerne eine Alternative anbieten und laden Sie herzlich ein an unserem kostenlosen pharmacon@home-Webinar teilzunehmen. In der Woche vom 07. – 13. Juni, in der eigentlich der pharmacon in Meran stattgefunden hätte, werden erstklassige Referenten rund um das Thema SARS-CoV-2 informieren und wichtige Schwerpunkte für die Apothekenpraxis setzen. Um die langjährige Tradition des pharmacon zu wahren, erwartet Sie zusätzlich ein Vortrag über die wichtigsten neu zugelassenen Arzneistoffe des vergangenen Jahres.

Schnuppern Sie ein wenig pharmacon-Luft ganz bequem von jedem beliebigen Ort aus und lassen Sie sich dieses hervorragende und kostenfreie Fortbildungsangebot nicht entgehen. Mehr Informationen zum Programm des pharmacon@home-Webinar und zur Anmeldung erhalten Sie hier.

Freitag, 15. Mai 2020|News Meran, News pharmaconathome, TOP News|

Absage aufgrund von Corona-Virus Sars-CoV-2 pharmacon Meran vom 7. – 13. Juni 2020

Mit großem Bedauern müssen wir Ihnen mitteilen, dass die Apothekerschaft auf Bundesebene ihre internen und externen Veranstaltungen abgesagt hat, vorläufig bis Anfang Juni 2020. „Apotheker sind essentiell für die Versorgung der Patienten – wegen Coronaviren in der nächsten Zeit noch mehr als sonst. Deshalb müssen wir vermeiden, dass sich möglicherweise Heilberufler auf Apotheker-internen Veranstaltungen infizieren. Dies könnte die flächendeckende Versorgung durch die wohnortnahen Apotheken gefährden – das dürfen wir nicht riskieren“, sagt Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Von der Absage betroffen sind der Managementkongress der Pharmazeutischen Zeitung in Mallorca (geplant für 1. bis 4. April), das Wirtschaftsforum des Deutschen Apothekerverbands in Berlin (geplant für 22./23. April) und der Fortbildungskongress pharmacon der Bundesapothekerkammer in Meran/Italien (geplant für 7. bis 12. Juni 2020).

Abgesagt wurden auch interne Veranstaltungen wie die Mitgliederversammlungen des Deutschen Apothekerverbands und der Bundesapothekerkammer.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis in dieser besonderen Situation und hoffen sehr,  dass wir uns beim nächsten pharmacon 2021 in Meran wiedersehen werden. Die Veranstaltung ist geplant im Zeitraum vom 30. Mai bis 4. Juni 2021.

Freitag, 13. März 2020|Messe, News Meran, TOP News|

Aktuelle Informationen zum Coronavirus Covid-19

Die Sicherheit und Gesundheit unserer Teilnehmer, Aussteller und Partner ist unsere höchste Priorität. Wir nehmen die Entwicklung des Coronavirus Covid-19 sehr ernst und daher ist es uns ein Anliegen, Sie regelmässig über diese zur informieren.

Der Landeshauptmann Arno Kampatscher hat eine neue Verordnung unterzeichnet, die Präventions- und Verhaltensmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Coronavirus beinhaltet.
Er bekräftigt in diesem Zusammenhang, dass „Südtirol nicht zu den Gebieten mit Infektionsherden gehört, für die äußerst strenge Maßnahmen vorgesehen sind“
(Quelle: Auszug aus Online Artikel der Südtiroler Landesverwaltung, 26.02.2020)

Hier finden Sie den vollständigen Artikel.

Täglich aktualisierte Informationen aus Südtirol zum Thema Coronavirus können Sie hier nachlesen.

Freitag, 28. Februar 2020|News Meran|

pharmacon Meran: Themenvielfalt von der Forschung bis zur Praxis

Blut, Stoffwechsel und die Besonderheiten der Pharmakotherapie beim älteren Menschen bilden die Schwerpunktthemen des kommenden 58. pharmacon in Meran. Das Programm verspricht einen interessanten und praxisnahen Kongress zu vielen aktuellen Fragen.

Blut

Eine funktionierende Blutgerinnung ist lebenswichtig. Was tun, wenn sie nicht (mehr) funktioniert? Wie können Betroffene damit leben? Bei anderen Patienten wiederum ist es erforderlich, die Blutgerinnung aktiv zu drosseln, um Herzinfarkt und Schlaganfall zu verhindern. Auch das ist nicht ohne Risiko.

Stoffwechsel

Wie immer bringt pharmacon in Meran eine Vielfalt aktueller Themen zusammen: vom Gehirn als Mastermind des Stoffwechsels über neue Therapieoptionen bei Leukämie bis zur Digitalisierung in der Pharmazie. Klassiker beim Meraner pharmacon sind die Vorträge zur Bewertung neuer Arzneimittel. Höchst interessant dürfte auch der Blick in die Pipeline der Anti-Aging-Forschung sein. Lassen sich Alterungsprozesse in absehbarer Zeit stoppen?

Geriatrie

Alte Menschen sind die häufigsten Kunden in der Apotheke. Sie bedürfen der besonderen pharmazeutischen Aufmerksamkeit, denn aufgrund der vielfach erforderlichen Polymedikation kommt es oft zu relevanten Interaktionen. Wie können Apotheker ihrer Verantwortung gerecht werden? Welchen Nutzen haben Listen, wie PRISCUS & Co.? Ein besonderer Beratungsbedarf ergibt sich, wenn alte Menschen aufgrund funktioneller Einschränkungen mit einer Arzneiform nicht zurechtkommen. Und dann gibt es im Alter natürlich auch noch die leichten Gesundheitsbeschwerden. Ein Seminar bei pharmacon in Meran beschäftigt sich mit „Evidenzbasierter Selbstmedikation in der Geriatrie“.

Seminare & Exkursionen

Abgerundet wird das Programm durch ein Seminar zur Blutanalyse in der Apotheke und – wie es guter Brauch ist in Meran – mit botanisch-wissenschaftlichen Exkursionen zu den Highlights der südtiroler Pflanzenwelt.

Mittwoch, 12. Februar 2020|News Meran, TOP News|

Augenblicke, Stimmungen und Impressionen der pharmacon Kongresse

Die pharmacon Kongresse sind ein einzigartiges Fortbildungsformat: Seit über 50 Jahren ist die Mischung aus praxisnahem Wissen und Austausch auf Augenhöhe ein fester Termin im Fortbildungskalender. Hier erwarten Sie Vorträge zu aktuellen wissenschaftlichen Themen und Seminare mit starkem Praxisbezug. Die Fortbildungswoche bietet Ihnen viel Raum für den wissenschaftlichen und kollegialen Austausch

Augenblicke, Stimmungen und Impressionen der pharmacon Kongresse – Verschaffen Sie sich hier einen Eindruck von den bedeutendsten pharmazeutischen Fortbildungsveranstaltungen im deutschsprachigen Raum.

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Dienstag, 21. Januar 2020|News Meran, News Schladming, TOP News|

Fortbildung sichert Qualität der Arzneimittelversorgung

Mehr als 900 Teilnehmer beim pharmacon Meran

Eschborn/Meran (31.05.2019) – Während in Berlin um den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken gerungen wird, legten in dieser Woche Apothekerinnen und Apotheker aller Altersgruppen ein überzeugendes Zeugnis dafür ab, wie engagiert sie sich für die pharmazeutische Qualität der flächendeckenden Arzneimittelversorgung rund um die Uhr einsetzen. Mehr als 900 Teilnehmer – darunter viele Studierende und junge Apothekerinnen und Apotheker – kamen nach Meran, um sich dort beim pharmacon über die neuesten Erkenntnisse der pharmazeutischen Wissenschaft zu informieren. In diesem Jahr standen die Schwerpunktthemen „Haut, Urogenitaltrakt und Hormone“ im Zentrum des Kongresses, der am heutigen Freitag zu Ende ging.

„Die Attraktivität des einwöchigen internationalen Fortbildungskurses der Bundesapothekerkammer liegt unter anderem darin, dass hier von hochkarätigen Referenten gleichermaßen Informationen über wissenschaftliche Innovationen sowie Kenntnisse für die pharmazeutische Praxis vermittelt werden“, erklärte Dr. Andreas Kiefer. Neben den Vorträgen standen bei den ergänzenden Seminaren die Themen „Wunden – gut verbunden“ und „Antiseptika, Antibiotika und Farbstoffe für die dermale Applikation – ein Update für die Apothekenpraxis“ auf dem Programm.

Der direkte Austausch zwischen Teilnehmern und Referenten ist der Bundesapothekerkammer besonders wichtig. Zusätzlich zur Diskussion direkt im Anschluss der Vorträge wurde in diesem Jahr erstmals ein Speaker’s Corner angeboten. Viele Interessierte nutzten diesen persönlichen Austausch mit dem Referenten und konnten auch individuelle Fragen aus der eigenen Apotheke klären und mit den frisch gewonnen Erkenntnissen abstimmen.

Dem Austausch und dem Networking dienten zudem die Veranstaltungen des Rahmenprogrammes, die von den Teilnehmern des pharmacon ebenso positiv bewertet wurden wie die Vorträge des Kongresses. „Insgesamt haben wir auch das begleitende Angebot an die sich seit Jahren verjüngende Teilnehmerschaft angepasst“, erklärte Metin Ergül, Geschäftsführer der Avoxa Mediengruppe, die den pharmacon im Auftrag der Bundesapothekerkammer ausrichtet. „Neben dem klassischen Konzert sowie dem Ausflug am Donnerstag haben wir daher auch wieder Rafting-Touren angeboten, die hervorragend angenommen wurden. Ganz neu wurde ein Networking-Event für junge Apotheker ausgerichtet, zu dem sehr viele Teilnehmer kamen. Das Highlight war jedoch auch in diesem Jahr wieder die komplett ausgebuchte pharmacon Dance Night.“

Die Mischung aus Fortbildung, Rahmenprogramm und Networking mit Referenten und Kollegen hat die Teilnehmer des pharmacon Meran 2019 einmal mehr überzeugt. Viele haben sich daher schon jetzt entschieden, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Der Winter-pharmacon findet vom 19. – 24.01.2020 in Schladming statt. Der Sommer-Kongress lädt vom 07. – 12.06.2019 wieder in das Meraner Jugendstilkurhaus ein.

Pressekontakt:
Elmar Esser
E-Mail: presse@avoxa.de

Freitag, 31. Mai 2019|News Meran|

Apalutamid bei Prostatakarzinom: Hinweis auf beträchtlichen Zusatznutzen

Männer, die an einem nicht metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom erkrankt sind und ein hohes Risiko für die Entwicklung von Metastasen aufweisen, können von einer Therapie mit Apalutamid profitieren. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und vergibt in der Nutzenbewertung einen Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen. Apalutamid wurde im Januar 2019 zur Hormonentzugstherapie des Prostatakarzinoms zugelassen.

Vor allem bei einem wichtigen patientenrelevanten Endpunkt zeigen sich laut einer Pressemitteilung des IQWiG deutliche Vorteile: bei der symptomatischen Progression. Dies ist ein aus mehreren Komponenten zusammengesetzter Endpunkt, der in der Nutzenbewertung zugrunde liegenden Studie zu Apalutamid explizit erhoben wurde. Berücksichtigt wurden dabei verschiedene Beschwerden, die bei fortschreitendem Prostatakarzinom neu auftreten oder sich verschlimmern können. Dazu gehören Knochenbrüche und Schmerzen. Bei den Männern, die Apalutamid einnahmen, führte der fortschreitende Krebs bei etwa 8 von 100 Männern zu Beschwerden oder zu einer weiteren Behandlung. In der Vergleichsgruppe war dies dagegen bei etwa 16 von 100 Männern der Fall.

„In der Vergangenheit haben wir die Art und Weise, wie Progression in onkologischen Studien definiert und erhoben wurde, oft kritisiert“, sagte Stefan Lange, stellvertretender Leiter des IQWiG. „Hier sind die Studienautoren ganz anders vorgegangen: Anstelle bloßer Messwerte, etwa eines Tumorwachstums um soundsoviel Millimeter, wurden pathologische Frakturen und Kompressionen des Rückenmarks ermittelt sowie Symptome, die einen chirurgischen Eingriff, eine neue systemische Krebstherapie oder eine Strahlentherapie nötig machten. Das ist eindeutig patientenrelevant.“

Mehr zum Thema Prostatakarzinom gibt es im Vortrag von Professor Dr. Arnulf Stenzel, Universitätsklinik Tübingen. Das vollständige Programm des Kongresses gibt es hier.

Mittwoch, 15. Mai 2019|News Meran|

Melanom: Muttermale an Armen und Beinen zählen

Wer viele Muttermale an den Armen oder Beinen aufweist, hat ein erhöhtes Risiko, an einem malignen Melanom oder einem Basalzellkarzinom zu erkranken. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology veröffentlicht wurde, wie die Deutsche Krebsgesellschaft online berichtet.

Personen mit mindestens 15 Muttermalen erkrankten demnach fast dreimal häufiger an einem Melanom und knapp eineinhalbmal häufiger an einem Basalzellkarzinom als Personen, die kein Muttermal aufwiesen. Die Melanome traten dabei nicht nur an den Gliedmaßen auf, sondern auch in anderen Körperregionen. Für das Plattenepithelkarzinom fand sich ein solcher Zusammenhang nicht.

Da die Zahl der Muttermale auf Angaben der Teilnehmer beruht und nicht auf einer medizinischen Untersuchung, raten die Autoren der Studie bei der Interpretation der Ergebnisse zu Zurückhaltung. Dennoch könne – auch im Zusammenhang mit den Ergebnissen früherer Studien – davon ausgegangen werden, dass die Anzahl der Muttermale ein aussagekräftiger und klinisch leicht zu bestimmender Parameter für das Basalzellkarzinom- und das Melanomrisiko in allen Körperregionen darstelle.

Über die Fortschritte in der Behandlung von Präkanzerosen, Melanom und Basaliom informiert in ihrem Vortrag Professor Dr. Dorothee Nashan auf dem pharmacon in Meran. Das Programm des Kongresses ist bereits jetzt hier einsehbar.

Der Link zur Studie: Wei EX et al. Extremity nevus count is an independent risk factor for basal cell carcinoma and melanoma, but not squamous cell carcinoma. Journal of the American Academy of Dermatology 2019, 80(4):970-8

Dienstag, 16. April 2019|News Meran|

Neurodermitis: H4-Rezeptor-Blocker erfolgreich getestet

Neurodermitis:  H4-Rezeptor-Blocker erfolgreich getestet

Einen neuen Wirkstoff zur Behandlung der atopischen Dermatitis (Neurodermitis) haben Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) und der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo) in einer kleinen Studie mit 98 Teilnehmern erfolgreich getestet. Der neue Wirkstoff mit dem dem Kürzel ZPL-3893787 reduzierte demnach innerhalb von acht Wochen den Anteil veränderter Hautstellen – unter anderem mit Rötungen, Bläschen und Kratzspuren – um durchschnittlich 50 Prozent.

Bei dem getesteten Wirkstoff handelt es sich um einen Histamin-H4-Rezeptor-Blocker. H4-Rezeptoren wurden erstmals im Jahr 2000 beschrieben. Sie finden sich vor allem auf Zellen des blutbildenden Systems und des Immunsystems und sind an allergischen Reaktionen beteiligt. „Labor- und In-vivo-Ergebnisse im Mausmodell, die wir seit 2005 kontinuierlich veröffentlichen, sprachen dafür, dass der H4-Rezeptor eine interessante Zielstruktur für die Behandlung der Neurodermitis ist“, berichtet Professor Dr. Thomas Werfel, MHH-Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie, in einer einer Pressemitteilung der MHH. In einem nächsten Schritt soll ZPL-3893787 in weiteren Studien untersucht werden.

Welche therapeutischen Optionen zur Behandlung von Patienten mit atopischer Dermatitis bereits heute zur Verfügung stehen, erfahren die Teilnehmer des pharmacon Meran im Vortrag „Update atopische Dermatitis“ von Professor Dr. Jens-Malte Baron. Das Programm des pharmacon ist bereits jetzt hier einsehbar.

Der Link zur Studie: Werfel, Thomas et al., Efficacy and safety of the histamine H4 receptor antagonist ZPL-3893787 in patients with atopic dermatitis

Mittwoch, 10. April 2019|News Meran|

Abwechslung ist Programm

Foto: PZ/Alois Müller

Der Fortbildungskongress Pharmacon in Meran lässt sich auf folgende kurze Formel bringen: 4 plus 1 plus 1 – vier Tage strammes Vortragsprogramm, ein Tag für besondere Themen und ein Tag für Fortbildung im Freien. Doch damit ist längst nicht alles erfasst.

Drei Schwerpunktthemen gibt es beim diesjährigen 57. Pharmacon in Meran: Erkrankungen der Haut und deren Behandlung, häufige Erkrankungen des Urogenitaltrakts und deren Therapien — ein Vortrag zum Thema eingeschränkte Nierenfunktion und Arzneimitteltherapiesicherheit darf hier nicht fehlen — und der große Bereich der Hormone. Insgesamt können 18 Vorträge und zwei Seminare besucht werden.

Der Fortbildungskongress Pharmacon in Meran bietet seinen Teilnehmern jedoch stets auch eine erweiterte Perspektive. Um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) geht es in der Eröffnungsveranstaltung. Als Keynote-Speaker konnte Professor Dr. Rüdiger Buchkremer, Direktor des Instituts für IT-Management und Digitalisierung (ifid) an der FOM Hochschule für Oekonomie und Management, gewonnen werden. Künstliche Intelligenz eröffnet vielfältige Möglichkeiten, aber auch Fragen: Was können wir aus der Systemmedizin lernen? Wie kann KI die Kommunikation zwischen Patienten, Ärzten und Apothekern verändern? Nicht zuletzt muss auch über ethische Aspekte und Datenschutz gesprochen werden.

Des Weiteren erhalten die Kongressteilnehmer neben den Schwerpunktvorträgen aktuelle Informationen zu innovativen Arzneistoffen, Wirkstoffkandidaten in der Pipeline, Versorgungsforschung in der Dermatologie und zur Arbeitsweise der Ständigen Impfkommission (STIKO).

Fortbildung in wunderschöner Umgebung, aber nur den Kongresssaal gesehen? Abhilfe schaffen drei Veranstaltungen am vortragsfreien Donnerstag. Unter fachkundiger Führung geht es bei zwei botanisch-wissenschaftlichen Exkursionen wahlweise auf den Schlandersberg oder in die Passerschlucht. Festes Schuhwerk und Schwindelfreiheit sind hier Pflicht. Gemütlicher geht es beim Tagesausflug »Passeiertal, Sterzing & Brixen« zu. Für Mutige gibt es je eine geführte Rafting-Tour für Einsteiger und für Fortgeschrittene. Doch nicht nur Mut und Abenteuerlust sind hier gefragt, denn Teamgeist steht an erster Stelle.

Klassische Musik gibt es am Montagabend. Dann gehört die Bühne des Kurhauses begabten jungen Künstlern: dem Violin-Duo Clara Shen und Katharina Strepp und dem Klavier-Duo Ilia Antoniadis und Levent Geiger. Für ausgelassene Unterhaltung ist am Donnerstag gesorgt: Dann geht es mit der Seilbahn zur Pharmacon Dance Night auf 2000 Meter Höhe, zu Networking, landestypischen Speisen und Getränken, toller Musik und jeder Menge gute Laune.

Was den Pharmacon Jahr für Jahr zu etwas Besonderem macht, sind nicht zuletzt seine Besucher. Denn in Meran treffen sich Pharmazeuten vieler Generationen: von Noch-Studierenden über Jung-Apotheker und Apotheker mit jahrelanger Berufserfahrung bis hin zu Apothekern im Ruhestand. Sie alle vereint die Liebe zu einem aspektreichen und anspruchsvollen Beruf, zu wissenschaftlicher Fortbildung und zum kollegialen Austausch. Erfahrungswissen aus der Apothekenpraxis und aktuelle Erkenntnisse aus der Wissenschaft kommen in Meran zusammen.

Kommen lohnt sich
Der Fortbildungskongress Pharmacon Meran findet vom 26. bis 31. Mai 2019 statt. Tickets, Informationen und das vollständige Programm sind zu finden unter www.pharmacon.de. Der Vorverkaufspreis für die Ticketbuchung gilt noch bis zum 26. April 2019.

Beitrag erschienen in Pharmazeutischer Zeitung / 04.04.2019

Mittwoch, 10. April 2019|News Meran|

Die perfekte Kombination für neue Kontakte: pharmacon und PZ Pharmastellen

Apothekenleiter, die neue Mitarbeiter suchen oder Apotheker und PTA, die sich beruflich verändern möchten, können ihr Anliegen wieder auf dem pharmacon in Meran präsentieren. Das mittlerweile bewährte Portal PZ-Pharmastellen, der Stellenmarkt der Pharmazeutischen Zeitung (PZ), ist dort erneut mit einem Stand vertreten.

Wer einen neuen Mitarbeiter, eine Urlaubsvertretung oder eine neue Stelle sucht, kann seine Anzeige sowohl im Vorfeld des pharmacon bis  21. Mai in PZ 21 bei der Anzeigenabteilung – Telefon 06196/928-220-  als auch auf dem pharmacon direkt am Stand der Pharmastellen aufgeben. Sie erhalten 15% Sonderrabatt und zusätzlich wird Ihre Anzeige am Schwarzen Brett des Standes zu finden sein.

Freitag, 5. April 2019|News Meran|

Neue Arzneimittel vor der Zulassung

Mindestens 30 neue Arzneistoffe könnten 2019 in Deutschland zugelassen werden. Das gab der Verband forschender Pharma-Unternehmen Anfang des Jahres in einer Pressmitteilung bekannt. In seinem Vortrag auf dem pharmacon in Meran stellt Professor Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, Frankfurt am Main, wichtige Wirkstoffe vor.

Professor Schubert-Zsilavecz, welches der möglichen neuen Arzneimittel könnte für die Beratung in der Apotheke besonders wichtig beziehungsweise erklärungsbedürftig werden?

Im Jahr 2019 werden wir die Zulassung neuer Antibiotika sehen. Nach Jahren der Stagnation in diesem Bereich ist das eine sehr erfreuliche Botschaft, die es zu kommunizieren gilt. Die optimierte Anwendung dieser neuen Antibiotika setzt eine profunde Beratung in der Apotheke voraus, weshalb es sich lohnt, sich mit den neuen Wirkstoffen auseinanderzusetzen.

Und welcher Wirkstoff könnte aus wissenschaftlicher Sicht der interessanteste werden?

Mit der zu erwartenden Zulassung von Larotrectinib etablieren wir ein innovatives Konzept zur Behandlung von Tumorerkrankungen. Bei diesem Arzneistoff handelt es sich um einen TRK(Tropomyosin-Rezeptor-Kinase)-Inhibitor, der auf die Behandlung von Krebserkrankungen mit einer sogenannten NTRK-Genfusion abzielt, einem insgesamt seltenen Treiber für Krebs, der jedoch bei vielen verschiedenen Tumorarten auftreten kann. Mit diesem Wirkstoff werden Tumore zukünftig nach ihrem genetischen Profil und nicht nach ihrer Lokalisation im Körper behandelt werden.

Ist auch ein Blick in die fernere Zukunft möglich? Wo lassen erste Studienergebnisse auf spannende Neuerungen hoffen?

Schon heute zeichnet sich ab, dass Zell- und Gentherapeutika zukünftig einen festen Platz in der Therapie finden werden. Im Rahmen meines Vortrages werde ich ein in Deutschland entwickeltes Arzneimittel (Obnitix®) vorstellen, das auf mesenchymalen Stammzellen beruht und für die Behandlung von Patienten mit akuter Abstoßungsreaktion nach allogener Stammzelltransplantation (steroid-refraktäre aGVHD oder therapierefraktäre aGVHD ) eingesetzt wird.

Mittwoch, 6. März 2019|News Meran|

Meran 2019: Die drei Themenschwerpunkte

Erkrankungen der Haut bilden in diesem Jahr den Schwerpunkt der ersten beiden Kongresstage des pharmacon in Meran – und das aus gutem Grund, denn auch in der Apotheke nimmt die Beratung von Patienten mit Hauterkrankungen einen breiten Raum ein. Das liegt nicht nur an der großen Zahl der Betroffenen und ihrem häufig hohen Leidensdruck. „Das größte Organ des menschlichen Körpers verändert sich mit den Lebensjahren – auch dies gilt es in der Therapie zu berücksichtigen“, erläutert Professor Dr. Rolf Daniels, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats der Bundesapothekerkammer und Moderator des Kongresses. „Neben häufigen und wichtigen Hauterkrankungen wie atopischer Dermatitis, chronischem Pruritus und Hautkrebs geht es daher auch um Kinderdermatologie und um pharmazeutisch-technologische Fragen.“

Verschiedene Erkrankungen des Urogenitaltraktes stehen im Mittelpunkt der Vorträge am Kongress-Dienstag: An diesem Tag geht es um Harnwegsinfektionen und Antibiotika, um Erkrankungen der Prostata und ihre Behandlung, aber auch um die Anpassung von Therapien bei Patienten mit Niereninsuffizienz. Auch diese Themen decken ein breites Beratungsspektrum in der Apotheke ab: von der Information zu Erkrankungen über die Möglichkeiten der Selbstmedikation bis hin zu diffizilen Medikationsfragen.

Hormone als wichtige Botenstoffe des Körpers bilden beim diesjährigen pharmacon in Meran den dritten Kongress-Schwerpunkt. Auf dem Programm stehen dabei unter anderem eine Neubewertung der Hormontherapie in den Wechseljahren, die Bedeutung der Gestagene bei der Kontrazeption und „das verkannte Hormon“ Vitamin D – allesamt Themen, die derzeit sowohl in der Fachwelt als auch unter medizinischen Laien intensiv und mitunter kontrovers diskutiert werden.

Mittwoch, 20. Februar 2019|News Meran|

Erlebnisbericht von dem diesjährigen pharmacon in Meran, Silke Bruckmeir

Nach Meran zum pharmacon 2018 fuhr ich mit fünf weiteren jungen Kolleginnen aus Mannheim. Wir hatten alle das Glück, beim Gewinnspiel der PZ gewonnen zu haben und so fieberten wir einer interessanten Woche in Meran entgegen.

Es hat schon eine lange Tradition, dass der pharmacon jährlich in Meran stattfindet und so hat der Fortbildungskongress auch für die Stadt selbst eine besondere Bedeutung, da er in seiner Größe (mehr als 900 Gäste) und Kontinuität der Veranstaltung eine Sonderstellung einnimmt, wie die Präsidentin der Kurverwaltung überschwänglich während der Eröffnungsveranstaltung betonte.

Das Fortbildungsprogramm hatte in diesem Jahr mehrere Schwerpunkte, mit den Themen Autoimmun-, Atemwegs- und Lebererkrankungen. Darunter waren ausgezeichnete Vorträge, die entweder unser pharmazeutisches Wissen auffrischten oder uns neue Arzneimittel und Therapieansätze näher brachten.

Besonders unterhaltsam, da gut durchdacht und erfrischend vorgetragen, waren die als Rollenspiel vorgetragenen Fachgespräche zwischen jungen Approbierten und deren erfahrenen Kollegin zur Lösung arzneimittelbezogener Probleme bei Atemwegserkrankungen.

Wenn es einen Vortrag gab, der mir persönlich nicht vollends zusagte, so war es der (politische) Festvortrag am Eröffnungstag. Hier war für mich und meine jungen KollegInnen der Begeisterungssturm, den dieser Vortrag bei vielen älteren KollegInnen auslöste nicht ganz nachvollziehbar. Vermutlich lag es aber am mangelnden Verständnis der inflationär verwendeten (politischen) Fach- und Fremdwörter – die einen Vortrag generell nicht unbedingt besser machen.

Unser Fortbildungswille kam bei den insgesamt sehr interessanten pharmazeutischen Fachvorträgen jedoch voll auf seine Kosten.

Foto: PZ/privat

Zwischen den Vorträgen blieb genug Zeit, um Meran und die nähere Umgebung zu erkunden. Als besonders lohnenswerte Ziele hervorheben möchte ich die Therme Meran, die Gärten von Schloss Trautmannsdorf sowie eine Sessellift-Fahrt nach Dorf Tirol. Immer mal wieder trafen wir zufällig auf weitere Kongressteilnehmer, was zu netten Gesprächen auch außerhalb des Kurhauses führte.

Dem Austausch unter Kollegen diente auch die pharmacon Dance Night, das absolute Highlight des Rahmenprogramms: Mit der Seilbahn ging es hinauf zu Meran 2000, von wo aus man (prinzipiell bei gutem Wetter) einen wunderbaren Blick ins Tal genießt.

Das Regenwetter tat der Stimmung keinen Abbruch und so verbrachten ApothekerInnen aller Generationen einen ausgelassenen Abend bei Lasagne, regionalem Wein und mitreißender Livemusik der „Band namens Wanda“. Umso besser, dass der nächste Tag (Fronleichnam) der Erholung dienen konnte bzw. für Ausflüge abseits der Vorträge zur freien Verfügung stand.

Mein besonderer Dank gilt der Avoxa-Mediengruppe, die erneut jungen Pharmazeuten über die Ausschreibung des Gewinnspiels die Teilnahme ermöglicht hat und dadurch wesentlich zum Bekanntheitsgrad des Kongresses auch in der jüngeren Generation beiträgt.

Für mich war es bereits der zweite Besuch des pharmacon in Meran (und sicher nicht der letzte). Wo sonst lässt sich Fortbildung und Erholung besser verbinden, als in der traumhaften Umgebung von Südtirol (Italien).

Autor: Silke Bruckmeier, Mannheim

Donnerstag, 12. Juli 2018|News Meran|

Erlebnisbericht pharmacon Meran – Umgeben von Bergen und engagierten Apothekern

Warum nahm ich an dem Kongress teil? Ich habe von Kolleginnen und Kollegen nur Gutes von der pharmacon gehört. Sie waren von der Veranstaltung in Schladming von Grund auf begeistert. Und so kam es, dass ein Kollege für mich die Internetseite zum Gewinnspiel öffnete und wir glücklicherweise die Teilnahme an dem Kongress gewannen. Eine Kollegin die leider nicht gewann, lies es sich dennoch nicht entgehen an dieser Konferenz teilzunehmen und kaufte sich ein Ticket.

Der Kongress: Die 22. pharmacon fand im beeindruckenden Kurhaus im Herzen der Meraner Innenstadt statt. Alles war von Grund auf sehr gut organisiert und strukturiert. Vom Abholen der Konferenztaschen mit vielen Broschüren und dem Konferenzprogramm, über die Kaffeepausen bis hin zum Verteilen der Stempel für die Teilnahme an jedem Vortrag lief alles einwandfrei ab. Auf Rückfragen und Wünsche wurde direkt eingegangen. In den Vorräumen stellten sich Firmen und Unternehmen vor und berieten zu Themen wie Versicherungen, freie Radikale, Apotheker ohne Grenzen, Fachbücher, Designe und vieles mehr.

Die Vorträge: Die gehaltenen Vorträge waren allesamt auf einem sehr hohen Niveau. Das diesjährige Hauptaugenmerk lag auf den Themen: Autoimmunerkrankungen, Lungen- sowie Lebererkrankungen. Das Interesse an den Vorträgen wurde durch rege Interaktion des Auditoriums mit den Rednern bekundet. So wurde die Möglichkeit Fragen zu den jeweiligen Vorträgen zu stellen nur allzu gern genutzt um noch weitere detailliertere Antworten zu den spannenden Themen zu erhalten. Dies führte zu einem guten fachlichen Austausch in angenehmer Atmosphäre.

Tipp/was ich mir für die nächste pharmacon vornehmen: Da die Vorträge auf einem fachlich wirklich hohem Niveau stattfinden und es um die neuen Errungenschaften und aktuelle Leitlinien Therapien geht, ist es wichtig sich mit den Basics auszukennen. Die Grundlagen werden wenn nur kurz angerissen. Es ist also ratsam sich vor der Veranstaltung noch einmal mit den entsprechenden Themen zu beschäftigen damit die Grundlagen aufgefrischt sind und man sich vollkommen unbeschwert auf die lehrreichen Vorträge einlassen kann.

Foto: Julia Janina

Rahmenprogramm: Angeboten wurde jeweils in den Mittagpausen eine kostenfreie ausführliche Stadtführung. Dabei ging es über die Geschichte Südtirols und speziell Merans als Kurort. Besonders wurde auch auf die Architektur und die Kunst alter Meister eingegangen.

Ein Highlight neben den interessanten Vorträgen war die pharmacon Dance Night auf der atemberaubenden Lokation des Panorama Bistros Meran 2000. Mit der Seilbahn ging es 2.000 Meter in die Höhe. Natürlich garantierte dies einen grandiosen Ausblick über das Tal; sowohl bei Tageslicht, wie auch später in der Nacht. Die Band „Eine Band namens Wanda“ lockte dabei alle Kollegen mit abwechslungsreicher Musik auf die Tanzfläche. Ein wirklich gelungener Abend, der allen Beteiligten viel Freude und neue Bekanntschaften bereitete.

Donnerstag, am 5. Tag, war Zeit für Exkursionen. Verschiedene Wanderungen und Führungen unter anderen zu den Dolomiten wurden angeboten. Eine Kollegin und ich entschieden uns für das Abendteuer Rafting. Mehreren Großraumtaxen fuhren uns zum Startpunkt an der Passer. Mit Neoprenanzug, Helm und Paddel ging es nach einem ausführlichen Sicherheitstraining mit praktischen Übungen in die Boote. Nach einer Stunde flussabwärts über viele Wellen und Walzen, hielten wir an einer flacheren Stelle um zu schwimmen und Rettungsübungen zu absolvieren. Vorher und Nachher Fotos sowie ein Film über das ganze Erlebnis gab es als Beweis für zuhause dazu.

Der Kongress und das Wiedersehen alter Bekannter, Kollegen und Kommilitonen war ein unvergessliches Erlebnis, welches man nicht verpassen sollte. So ist es ein Treffen von dieses Mal fast 1000 fachinteressierten und engagierten Apothekern aus der Schweiz, Österreich und Deutschland gewesen. Auch das knüpfen neuer Kontakte ist hier sehr gut mögliche. So trafen wir, die in der pharmazeutischen Technologie in Marburg promovieren, Kollegen des selben Fachgebiets aus Erlangen. Ein enger Forschungsaustausch mit gegenseitigem Besuch der Institute wurde besprochen. Das wird definitiv nicht die letzte pharmacon gewesen sein, an der wir teilnahmen. Das nächste Hotel ist bereits ausgesucht und eine fortlaufende Tradition sich bei der pharmacon in Meran wieder zu sehen, ist beschlossen.

Autor und Foto: Julia Janina Schüer, 29 Jahre, Marburg

Donnerstag, 12. Juli 2018|News Meran|