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Absage der Apotheker-Kongresse im Winter/Frühjahr 2021 aufgrund von Coronavirus Sars-CoV-2

Die Avoxa Mediengruppe sagt ihre drei, für den Jahresbeginn 2021 geplanten Vor-Ort-Veranstaltungen – in Abstimmung mit der Bundesapothekerkammer und dem Deutschen Apothekerverband – aufgrund der Pandemie ab. Betroffen sind der Fortbildungskongress pharmacon der Bundesapothekerkammer in Schladming (geplant für 17. bis 22. Januar 2021), der Managementkongress der Pharmazeutischen Zeitung auf Mallorca (geplant für 14. bis 17. April 2021) und das Wirtschaftsforum des Deutschen Apothekerverbands in Berlin (geplant für 28. Bis 29. April 2021). Die derzeitige Situation erlaubt weder eine sichere Veranstaltungsplanung noch eine Durchführung mit verantwortbaren Risiken.

„Die aktuelle Lage der Corona-Pandemie und die damit verbundenen Unsicherheiten und Risiken haben uns dazu bewogen, die Vorort-Veranstaltungen abzusagen“, erläutert Metin Ergül, Geschäftsführer der Avoxa. „Dieser Schritt fällt uns sehr schwer. Denn nach den Corona-bedingten Veranstaltungsabsagen in diesem Jahr sehnen sich die Apothekenteams und ihre Marktpartner nach einer gemeinsamen Veranstaltung, die den persönlichen Austausch vor Ort ermöglicht. Aber letztlich haben wir keine andere Wahl, wenn wir verantwortlich handeln wollen.“

Anstelle des pharmacon Schladming plant Avoxa nun zusammen mit der Bundesapothekerkammer die digitale Fortbildungsveranstaltung pharmacon@home – wie Sie es beim diesjährigen Kongress pharmacon Meran 2020 bereits erleben konnten.

Weitere Informationen zum pharmacon@home finden Sie in Kürze auf dieser Webseite.

Mittwoch, 28. Oktober 2020|Messe, News Schladming|

Covid-19: Kombitherapie wird der Schlüssel zum Erfolg sein

„Infektionen mit HIV und Hepatitis-C-Viren bekommen wir nur in den Griff, wenn wir Arzneistoffe mit verschiedenen Angriffspunkten kombinieren. Beim Coronavirus wird dies auch so sein“, meint der Pharmazieprofessor Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz. Beim pharmacon@home gab er einen Überblick der wichtigsten Targets und seine Einschätzung, welche Wirkstoffe wirkliche „Game Changer“ werden könnten.

Viren haben keinen eigenen Stoffwechsel, sondern nutzen den ihrer Wirtszellen. Um diese nicht zu schädigen, versucht man, therapeutisch vorrangig virusspezifische Targets zu adressieren, erklärte Schubert-Zsilavecz im letzten Vortrag des digitalen Formats pharmacon@home am Freitagabend. Dazu muss man das Virus genauestens kennen.

Seiner Einschätzung nach sind die Kandidaten, die intrazellulär die Virusvermehrung hemmen, am vielversprechendsten, doch lohne es sich, den gesamten Zyklus vom Andocken an die Wirtszelle bis zur Freisetzung der neuen Viren genauestens zu untersuchen. Hier weiterlesen…

Erschienen auf www.pharmazeutische-zeitung.de am 13.06.2020.
Montag, 15. Juni 2020|Messe, News pharmacon@home|

Pandemie-Kontrolle: Testen, aber richtig

Während die Fallzahlen von Covid-19 in Deutschland weiter fallen, stellt sich die Frage, wie die Pandemie trotz Lockerungen unter Kontrolle gehalten werden kann. Tests könnten die Antwort sein – wenn sie gut sind und richtig eingesetzt werden.

Was macht eigentlich ein Epidemiologe? Noch vor wenigen Wochen hätte diese Frage nur eine verschwindend geringe Minderheit der Deutschen richtig beantworten können. Das hat sich grundlegend geändert: „Seit Ausbruch der Pandemie sind die Zeitungen voll mit den Grundbegriffen der Infektionsepidemiologie. Dass das einmal so kommen wird, hätten wir nie gedacht“, sagte Dr. Eva Grill, Professorin für Epidemiologie an der LMU München, in ihrem Web-Vortrag beim pharmacon@home.

Fallsterblichkeit, Basisreproduktionszahl R0 und effektive Reproduktionszahl R: Diese Größen und ihre Bedeutung für die SARS-CoV-2-Pandemie sind mittlerweile vielen Menschen ein Begriff. Hier weiterlesen…

Erschienen auf www.pharmazeutische-zeitung.de am 11.06.2020.

Donnerstag, 11. Juni 2020|Messe, News pharmacon@home|

Der Wort&Bild Verlag unterstützt den pharmacon@home

Der Wort & Bild Verlag mit Sitz in Baierbrunn bei München ist der führende Anbieter von Gesundheitsmedien in Deutschland. 19 Millionen Menschen lesen monatlich die Apotheken Umschau, fast 8 Millionen nutzen die digitalen Portale. Senioren Ratgeber, Baby & Familie, Diabetes Ratgeber, alle Magazine werden dem hohen Qualitätsanspruch des Traditionshauses gerecht. Als Partner der Apotheke stehen der unmittelbare gesundheitliche Nutzwert für die Leser und die fachkundige Beratung in der Apotheke immer im Vordergrund.

Gesundheit braucht Wissen – das ist seit über sechs Jahrzehnten das Credo des Wort & Bild Verlags. Mit Deutschlands größter Gesundheitsredaktion, bestehend aus Journalisten, Apothekern, Ärzten und externen Wissenschaftlern entsteht guter Rat für Millionen von Lesern.  Die Apothekenkundenmagazine bieten ihren Leserinnen und Lesern nützliche und leicht verständliche Informationen zu allen wichtigen medizinischen Fragen. Lebensqualität und Lebensfreude stehen dabei immer im Vordergrund.  Der Wort & Bild Verlag baut sein Portfolio ständig aus: Mit aktuellen Podcasts zum Beispiel zur Corona-Krise, ansprechenden Videoformaten und regelmäßigen Newslettern.

Ganz aktuell ist die Kleeblatt-Kampagne, die anhand vier einfacher Basisregeln die wichtigsten Verhaltensweisen erklärt, um sich vor einer Corona-Infektion zu schützen. Die Aufklärungskampagne wird aufmerksamkeitsstark mit TV-Spots in Top-Platzierungen beworben, zum Beispiel in Nachrichtenumfeldern der öffentlich-rechtlichen und privaten TV-Sender. Sie erscheint auf vielen digitalen Screens in Apotheken.

Als Partner der Apotheke vor Ort unterstützt der Wort & Bild Verlag die Apotheken in ihrer täglichen Arbeit. Während der Corona-Krise wurden alleine 9 Millionen Flyer zur Aufklärung und Kundeninformation kostenlos an die Apotheken abgegeben. Die Magazine stellen die Leistungen der Apotheken und Apothekenteams in Mittelpunkt. Apotheker werden als Experten mit wichtigen Ratschlägen zur Gesundheit abgebildet. Das Spektrum der umfassenden Betreuung weitet sich auf die digitale Welt aus: Apotheken beziehen Websites, Online-Shops, Apps und vieles mehr direkt aus einer Hand beim Wort & Bild Verlag.

Mittwoch, 10. Juni 2020|Messe, News pharmacon@home|

Covid-19: Die große Unbekannte

Trotz weltweit bereits mehr als 7,2 Millionen Fällen ist vieles rund um die von SARS-CoV-2 verursachte Erkrankung Covid-19 noch unbekannt. Beim Pharmacon@home berichtete ein Intensivmediziner von seinen Erfahrungen.

„Covid-19 eine MultisysteminfektionKrankheitsverlauf, Komplikationen und Abgrenzung zu anderen Erkrankungen“ hieß der Vortrag von Dr. Holger Neb, der als Intensivmediziner an der Universitätsklinik in Frankfurt am Main arbeitet. Dort wurden seit Ausbruch der Pandemie insgesamt 82 Covid-19-Patienten behandelt – weit weniger, als zunächst erwartet worden waren. Auch andernorts in Deutschland seien die Intensivstationen mittlerweile so leer, dass die Kliniken ihre eigens für die Pandemie eingerichteten Bereiche wieder zurückführen, berichtete Neb. Für den Fall einer zweiten Infektionswelle könnten die Kapazitäten jedoch schnell wieder aufgebaut werden. Hier weiterlesen…

Erschienen auf www.pharmazeutische-zeitung.de am 10.06.2020.

Mittwoch, 10. Juni 2020|Messe, News pharmacon@home|

pharmacon@home: Das Jahr der Orphan Drugs

Im Jahr 2019 sind 28 neue Arzneistoffe auf den Markt gekommen. Vor allem unter den Sprunginnovationen finden sich mehrere Orphan Drugs. PZ-Chefredakteur Sven Siebenand stellte bei pharmacon@home die Highlights vor.

Acht Sprung- und zehn Schrittinnovationen sowie zehn Analogpräparate: Das ist die Bilanz des Jahres 2019 in puncto neuer Arzneistoffe in Deutschland. Zum Auftakt präsentierte Siebenand ein kleines Molekül: Larotrectinib (Vitrakvi®). „Dieser Kinase-Hemmer ist das erste Krebsmedikament mit einer gewebeunabhängigen Zulassung. Nur die molekulargenetischen Eigenschaften des Tumors entscheiden über den Einsatz.“

Larotrectinib ist ein oral bioverfügbarer, selektiver Hemmer von neurotrophen Tropomyosin-Rezeptorkinasen (NTRK). Die TRK-Proteine haben viele physiologische Aufgaben, allerdings können durch NTRK-Genfusionen überall im Körper Onkogene entstehen. „Man kennt mehr als 30 vor allem seltene Tumorarten mit solchen Genfusionen“, informierte der Apotheker. Hier weiterlesen…

Erschienen auf www.pharmazeutische-zeitung.de am 09.06.2020.

Dienstag, 9. Juni 2020|Messe, News pharmacon@home|

pharmacon@home: Wie SARS-CoV-2 die Immunabwehr ausspielt

Bei den meisten Infizierten kann das Immunsystem das Coronavirus SARS-CoV-2 gut in Schach halten. In manchen Fällen gelingt es dem Virus aber, die Immunabwehr zu unterdrücken. Das hat fatale Folgen, wie beim pharmacon@home-Eröffnungsvortrag deutlich wurde.

Da aufgrund der Coronavirus-Pandemie der Fortbildungskongress Pharmacon in Meran ausfallen musste, kommt der Pharmacon dieses Jahr virtuell zu den Teilnehmern nach Hause. Im Eröffnungsvortrag der Online-Ersatzveranstaltung pharmacon@home stellten Dr. Ilse Zündorf von der Goethe-Universität Frankfurt am Main und Professor Dr. Theo Dingermann, Chefredakteur der Pharmazeutischen Zeitung, das SARS-Coronavirus-2 genauer vor. Hier weiterlesen…

Erschienen auf www.pharmazeutische-zeitung.de am 08.06.2020.

Montag, 8. Juni 2020|Messe, News pharmacon@home|

pharmacon@home: Wie funktionieren Corona-Impfstoffe?

Covid-19-Impfungen könnten perspektivisch auch von Apothekern durchgeführt werden. Dabei wird es aber darauf ankommen, um was für eine Art von Impfstoff es sich handelt. Der Blick in die Pipeline zeigt: Wir werden es mit vielen unterschiedlichen Impfprinzipien zu tun bekommen, darunter vollkommen neue. Einen Überblick gab es beim ersten Vortrag der Fortbildungsreihe pharmacon@home.

Mit Stand 2. Juni gibt es laut Weltgesundheitsorganisation 133 Impfstoffkandidaten gegen das neue Coronavirus SARS-CoV-2, davon zehn in der klinischen Entwicklung, informierten PZ-Chefredakteur Professor Dr. Theo Dingermann und Dr. Ilse Zündorf vom Institut für Pharmazeutische Biologie der Goethe-Universität Frankfurt am Main bei ihrem Vortrag zu „Covid-19: Immunologie und Impfstoffe“. Hier weiterlesen…

Erschienen auf www.pharmazeutische-zeitung.de am 08.06.2020

Montag, 8. Juni 2020|Messe, News pharmacon@home|

Webkongress: Pharmacon@home ist eröffnet

„Wer nicht aufbricht, kann auch nichts Neues erleben.“ Damit eröffnete Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer (BAK), die Webinar-Reihe pharmacon@home. Sie findet anstelle des Pharmacon Meran statt, der aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt werden musste.

Auch wenn aktuell Reisen nach Südtirol wieder möglich sind, sei es angesichts des Infektionsrisikos nicht sinnvoll und vertretbar, eine so große Gruppe von Apothekern, also eine wichtige systemrelevante Berufsgruppe, zu einer Präsenzveranstaltung zusammenzubringen, sagte Kiefer zum Auftakt des virtuellen Kongresses. Der BAK-Präsident würdigte ausdrücklich die hohe Leistung der Apotheker und die zuverlässige Versorgung der Bevölkerung in der Pandemiezeit. Dies komme bei den Menschen gut an. Er gehe fest davon aus, dass diese Leistung bei Politikern nicht nur zu Dankesschreiben führe, sondern auch dazu, die Folgen des EuGH-Urteils aktiv anzugehen und die Gleichpreisigkeit von rezeptpflichtigen Arzneimitteln wiederherzustellen. Weiterlesen…

Erschienen auf www.pharmazeutische-zeitung.de am 08.06.2020

Montag, 8. Juni 2020|Messe, News pharmacon@home|

pharmacon@home: Jeder darf hier Mitläufer sein

Aufgrund der Corona-Pandemie findet der diesjährige Pharmacon Meran nicht als Präsenz-Veranstaltung, sondern online statt – auch der beliebte Lauftreff. Mitmachen kann jeder in jeder Sportart.

Um die langjährige Tradition des im Rahmen des Pharmacon Merans allseits beliebten Events zu wahren, findet auch der Lauftreff dieses Jahr digital parallel zu den Online-Webinaren des pharmacon@home statt. Alle Interessierten sind eingeladen, sich in der Veranstaltungswoche vom 7. bis 12. Juni sportlich zu betätigen und bei pharmacon@homeläuft mitzumachen.

Ob Laufen, Walken, Inlinern, Fahrrad fahren oder Schwimmen: „Es geht nicht darum zu gewinnen. Wir möchten das Gemeinschaftsgefühl des Pharmacon erleben und zu Ihnen nach Hause bringen. Der Mitmachgedanke steht im Vordergrund, ohne Wettbewerb“, so die Avoxa – Mediengruppe Deutscher Apotheker GmbH als Organisatorin, die unter allen Teilnehmern fünf Pharmacon Dance-Night-Karten für das kommende Jahr und fünf Govi-Buchgutscheine á 25 Euro verlost. Weiterlesen…

Erschienen auf www.pharmazeutische-zeitung.de am 05.06.2020.

Samstag, 6. Juni 2020|Messe, News pharmacon@home|

pharmacon@home: Covid-19-Vorträge werden kostenlos online gestellt

Der Pharmacon in Meran muss Corona-bedingt ausfallen und das digitale Ersatzprogramm pharmacon@home ist bereits ausgebucht. Wer keinen der begehrten Plätze für die Live-Vorträge ergattert hat, kann sie sich aber danach in Ruhe online ansehen.

Ab kommenden Sonntag referieren fünf Tage lang jeden Abend hoch karätige Referenten zu verschiedenen Aspekten des Coronavirus SARS-CoV-2 und der Covid-19-Erkrankung sowie ihrer Behandlung. Das kurz nach Absage der Präsenzveranstaltung entworfene Format pharmacon@home war sehr schnell ausgebucht. Die gute Nachricht: Die Vorträge werden aufgezeichnet und allen Interessierten vom 13. bis 22. Juni kostenlos auf der Kongress-Website www.pharmacon.de zur Verfügung gestellt. Hier weiterlesen…

Erschienen auf www.pharmazeutische-zeitung.de am 03.06.2020

Donnerstag, 4. Juni 2020|Messe, News pharmacon@home, TOP News|

Absage aufgrund von Corona-Virus Sars-CoV-2 pharmacon Meran vom 7. – 13. Juni 2020

Mit großem Bedauern müssen wir Ihnen mitteilen, dass die Apothekerschaft auf Bundesebene ihre internen und externen Veranstaltungen abgesagt hat, vorläufig bis Anfang Juni 2020. „Apotheker sind essentiell für die Versorgung der Patienten – wegen Coronaviren in der nächsten Zeit noch mehr als sonst. Deshalb müssen wir vermeiden, dass sich möglicherweise Heilberufler auf Apotheker-internen Veranstaltungen infizieren. Dies könnte die flächendeckende Versorgung durch die wohnortnahen Apotheken gefährden – das dürfen wir nicht riskieren“, sagt Friedemann Schmidt, Präsident der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände.

Von der Absage betroffen sind der Managementkongress der Pharmazeutischen Zeitung in Mallorca (geplant für 1. bis 4. April), das Wirtschaftsforum des Deutschen Apothekerverbands in Berlin (geplant für 22./23. April) und der Fortbildungskongress pharmacon der Bundesapothekerkammer in Meran/Italien (geplant für 7. bis 12. Juni 2020).

Abgesagt wurden auch interne Veranstaltungen wie die Mitgliederversammlungen des Deutschen Apothekerverbands und der Bundesapothekerkammer.

Wir bedanken uns für Ihr Verständnis in dieser besonderen Situation und hoffen sehr,  dass wir uns beim nächsten pharmacon 2021 in Meran wiedersehen werden. Die Veranstaltung ist geplant im Zeitraum vom 30. Mai bis 4. Juni 2021.

Freitag, 13. März 2020|Messe, News Meran, TOP News|

Lungenentzündung – Wenn Atemwegsinfektionen gefährlich werden

Lungenerkrankungen sind nicht nur ausgesprochen häufig, sie sind auch eine der häufigsten Todesursachen. Das machte Professor Dr. Robert Bals beim Fortbildungskongress Pharmacon in Schladming deutlich.

Im Winter haben Viren Hochzeit. »Gerade jetzt ist die richtige Zeit für banale virale Atemwegsinfekte«, sagte der Mediziner vom Universitätsklinikum des Saarlandes beim Winterkongress Pharmacon in Schladming. Eine ganze Reihe von Viren können diese klassischen grippalen Infekte auslösen: Neben Influenza A und B nannte der Referent Adenoviren, Parainfluenzaviren, das Respiratorische Synzytial-Virus (RSV) und Rhinoviren. Gerade die letzten drei seien für einen großen Teil der akuten Atemwegsinfekte verantwortlich. Die typischen Symptome sind Schnupfen, Husten, Kopf- und Gliederschmerzen und eventuell Fieber. In den allermeisten Fällen heilen die Infektionen von selbst wieder aus, berichtete Bals.

In den Medien deutlich mehr Aufmerksamkeit als die Erkältungsviren erhalten die Influenzaviren, die Erreger der echten Grippe. Diese Erkrankung kann deutlich schlechtere Verläufe nehmen. Gefürchtet ist eine Grippeerkrankung auch deswegen, weil als Komplikation eine bakterielle Superinfektion der Lunge, eine Pneumonie, hinzukommen kann. Influenzaviren sind hochansteckend, weshalb im stationären Bereich bei Aufnahme der Patienten rasch abgeklärt werden muss, ob sie mit Grippeviren infiziert sind, da sie isoliert werden müssen, berichtete Bals. Hierfür stehen inzwischen Schnelltests in Krankenhäusern zur Verfügung, die das Erreger-Erbgut mittels PCR innerhalb einer Stunde nachweisen könnten…hier weiterlesen!

Erschienen auf www.pharmazeutische-zeitung.de am 23.01.2020

Freitag, 24. Januar 2020|Messe|

Mensch als Metaorganismus – Das Mikrobiom bestimmt unser Selbst

Der Mensch beherbergt mehr Mikroben als er eigene Körperzellen hat und wird stark von diesem Mikrobiom beeinflusst. Er muss daher immer als eine Lebensgemeinschaft – als ein Metaorganismus – angesehen werden, machte Professor Dr. Thomas Bosch auf dem Fortbildungskongress Pharmacon in Schladming deutlich.

»Alle höheren Organismen wie Pflanzen, Tiere und damit auch der Mensch sind auf einem mikrobiellen Biofilm entstanden, der schon lange vor ihnen existierte«, sagte der Evolutionsbiologe von der Christian-Albrechts-Universität in Kiel. Sie haben sich in einer Koevolution mit den Mikroben entwickelt. Es verwundert daher nicht, dass alle Oberflächen wie Haut und Schleimhäute, die der Mensch besitzt, und auch einige Organe mit einer Unzahl von Bakterien, Viren und Pilzen besiedelt sind. Die Gesamtheit der Mikroorganismen, die beim Menschen vorkommt, wird als Mikrobiota bezeichnet, die Gesamtheit der Gene  als Mikrobiom. »Wir brauchen das Mikrobiom wie unsere eigenen Organe«, sagte Bosch. »Wenn es fehlt, werden wir krank.«

Man beginne erst jetzt, die vielen Funktionen zu verstehen, die das Mikrobiom erfüllt. Es interagiert mit dem Immunsystem und kommuniziert auch mit dem zentralen Nervensystem. So helfe es zum Beispiel auch, Pathogene zu verdrängen, was unter anderem daran zu erkennen sei, dass Mundsoor entsteht, wenn lokale Antibiotika im Mund angewendet werden. Außerdem schützt eine gesunde Hautflora zum Beispiel vor Infektionen mit Haemophilus ducreyi, dem Erreger der Geschlechtskrankheit Ulcus molle (weicher Schanker). In Tieruntersuchungen habe man jetzt auch gezeigt, dass ein natürliches Mikrobiom vor der Entstehung von Tumoren schützen kann, berichtete der Biologe. Bei allen Erkrankungen müsse man metaorganistisch denken und das Mikrobiom miteinbeziehen, forderte er…hier weiterlesen!

Erschienen auf www.pharmazeutische-zeitung.de am 20.01.2020

Freitag, 24. Januar 2020|Messe, News Schladming|

Antibiotika und Resistenzen: Irrtümer weit verbreitet

Faustregeln zur Antibiotika-Einnahme sind zu einfach und veraltet! Darauf wies die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie (DGI) in einer Pressemitteilung hin. Demnach sei vielen Menschen die Regel geläufig, ein Antibiotikum sollte auch nach dem Verschwinden der Symptome und stets bis zum Ende der Packung eingenommen werden. Bei vielen Infektionen reicht jedoch auch eine kurze Einnahmezeit aus, um die Erkrankung erfolgreich zu bekämpfen. DGI-Experten empfehlen: Der Arzt sollte idealerweise eine individuelle Einnahmedauer vorgeben, die gezielt auf die jeweilige Infektion und den zu erwartenden Verlauf abgestimmt ist. Sind die Symptome frühzeitig ausgeheilt, sollte der Patient den Arzt kontaktieren und mit ihm das weitere Vorgehen besprechen.

Nicht Menschen werden gegen Antibiotika resistent! In einer Befragung im Jahr 2018 gaben rund 63 Prozent der Teilnehmer an, dass ihrer Ansicht nach Menschen gegen Antibiotika resistent werden können. Richtig ist: Nur Bakterien werden gegen Antibiotika resistent. Diesen Abwehrmechanismus haben Bakterien im Laufe der Evolution gebildet. Resistente Bakterien können sich ausbreiten und auch für Menschen ein Risiko darstellen, die noch nie ein Antibiotikum eingenommen haben.

Antibiotika wirken nicht gegen Erkältung oder Grippe! Einer Forsa-Umfrage im Auftrag der DAK zufolge erwarten 72 Prozent der Patienten, dass ihr Arzt bei einer Erkältung ein Antibiotikum verschreibt, wenn die Beschwerden nicht von selbst besser werden. Aber: Antibiotika wirken nur gegen Bakterien, nie gegen Viren. Nur wenn eine Virusinfektion von einer bakteriellen Infektion begleitet wird, ist mitunter ein Antibiotikum erforderlich.

Mehr zum Thema Infektionskrankheiten, Antibiotika und Resistenzen gibt es in den Vorträgen des pharmacon, dessen Programm bereits jetzt hier eingesehen werden kann.

Dienstag, 10. Dezember 2019|Messe, News Schladming|
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