In der Apothekerschaft ist das Thema Impfen in der Apotheke umstritten. Auf dem Pharmacon Schladming sprach sich der Mediziner Professor Dr. Thomas Weinke eindeutig dafür aus: Um die Grippeimpfquoten zu erhöhen, sei dies eine sehr sinnvolle Maßnahme.

Durch keine Impfung können so viele Todesfälle verhindert werden wie durch die Grippeimpfung, betonte der Referent. / Foto: PZ/Alois Müller

Impfungen sind die effektivste Präventionsmaßnahme, um Erkrankungen und Todesfälle von Infektionskrankheiten zu verhindern. Und mit keiner Impfung ließen sich so viele Todesfälle in Deutschland verhindern wie mit der Grippeimpfung, machte Weinke, ärztlicher Direktor des Ernst-von-Bergmann-Klinikums in Potsdam deutlich. Auch wenn die Effektivität der Impfung mäßig sei, liege die Krankheitslast doch sehr hoch. In der schweren Grippesaison 2017/2018 habe die Influenza etwa 9 Millionen Arztbesuche und etwa 25.000 Todesfälle verursacht. Das ergab die Übersterblichkeits-Abschätzung des Robert-Koch-Instituts (RKI). Auch wenn nicht jede Saison so schwer verläuft, seien über die vergangenen Jahre gemittelt in jeder Grippesaison etwa 10.000 grippebedingte Todesfälle in Deutschland aufgetreten. »Bei einer Impfstoffeffektivität von 50 bis 70 Prozent sind dies 5000 bis 7000 verhinderte Todesfälle«, sagte Weinke…hier weiterlesen!

Erschienen auf www.pharmazeutische-zeitung.de am 20.01.2020