Verschiedene Gründe lassen sich finden, 50 Jahre Pharmacon-Winterkongresse zu feiern. Ein Grund ist, dass diese Kongressreihe fast die gesamte Zeit der »pharmazeutischen Revolution« begleitet hat.

Kongresszentrum Davos / Foto: PZ Archiv (1992)

Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war mit Acetylsalicylsäure, Aminophenazon, Arsphenamin, Diethylbarbitursäure, einem Diphtherieserum, Morphin, Procain, Strophanthin und zahlreichen Phytopharmaka nur diese kleine Gruppe von Arzneimitteln verfügbar.

Zwar wurden bis zu den 1950er-Jahren bemerkenswerte Erfindungen gemacht, darunter die Entdeckung der Vitamine durch Sir Frederick Gowland Hopkins im Jahre 1912, die Einführung wichtiger Impfstoffe gegen Diphtherie (1923), Pertussis (1926), Tuberkulose und Tetanus (1927), die Demonstration des großen Nutzens einer Insulintherapie (1922) durch Banting und Best und natürlich die Entdeckung des Penicillins 1928 durch Sir Alexander Fleming, das allerdings erst zehn Jahre später systematisch studiert wurde. Tatsächlich aber sollte es noch einmal 50 Jahre dauern, bis der Arzneimittelschatz, den wir heute kennen und an dem wir uns so selbstverständlich bedienen, fast explosionsartig zu wachsen begann. Es waren die frühen 1950er-Jahre, die den Beginn der »pharmazeutischen Revolution« markieren.

Seien wir mal ehrlich: Können wir uns vorstellen, dass es beispielsweise Erythromycin und Metformin vor 1950 nicht gab? Dass das Breitbandantibiotikum Ampicillin, der Betablocker Propranolol und das Parkinsonmittel Levodopa erst in den 1960er-Jahren verfügbar wurden? Und dann begann im Jahre 1971 die Reihe der Pharmacon-Winterkongresse, über die wir in den kommenden Wochen rückblickend berichten werden… Hier weiterlesen!

Erschienen auf www.pharmazeutische-zeitung.de am 15.11.2019