Warum nahm ich an dem Kongress teil? Ich habe von Kolleginnen und Kollegen nur Gutes von der pharmacon gehört. Sie waren von der Veranstaltung in Schladming von Grund auf begeistert. Und so kam es, dass ein Kollege für mich die Internetseite zum Gewinnspiel öffnete und wir glücklicherweise die Teilnahme an dem Kongress gewannen. Eine Kollegin die leider nicht gewann, lies es sich dennoch nicht entgehen an dieser Konferenz teilzunehmen und kaufte sich ein Ticket.

Der Kongress: Die 22. pharmacon fand im beeindruckenden Kurhaus im Herzen der Meraner Innenstadt statt. Alles war von Grund auf sehr gut organisiert und strukturiert. Vom Abholen der Konferenztaschen mit vielen Broschüren und dem Konferenzprogramm, über die Kaffeepausen bis hin zum Verteilen der Stempel für die Teilnahme an jedem Vortrag lief alles einwandfrei ab. Auf Rückfragen und Wünsche wurde direkt eingegangen. In den Vorräumen stellten sich Firmen und Unternehmen vor und berieten zu Themen wie Versicherungen, freie Radikale, Apotheker ohne Grenzen, Fachbücher, Designe und vieles mehr.

Die Vorträge: Die gehaltenen Vorträge waren allesamt auf einem sehr hohen Niveau. Das diesjährige Hauptaugenmerk lag auf den Themen: Autoimmunerkrankungen, Lungen- sowie Lebererkrankungen. Das Interesse an den Vorträgen wurde durch rege Interaktion des Auditoriums mit den Rednern bekundet. So wurde die Möglichkeit Fragen zu den jeweiligen Vorträgen zu stellen nur allzu gern genutzt um noch weitere detailliertere Antworten zu den spannenden Themen zu erhalten. Dies führte zu einem guten fachlichen Austausch in angenehmer Atmosphäre.

Tipp/was ich mir für die nächste pharmacon vornehmen: Da die Vorträge auf einem fachlich wirklich hohem Niveau stattfinden und es um die neuen Errungenschaften und aktuelle Leitlinien Therapien geht, ist es wichtig sich mit den Basics auszukennen. Die Grundlagen werden wenn nur kurz angerissen. Es ist also ratsam sich vor der Veranstaltung noch einmal mit den entsprechenden Themen zu beschäftigen damit die Grundlagen aufgefrischt sind und man sich vollkommen unbeschwert auf die lehrreichen Vorträge einlassen kann.

Rahmenprogramm: Angeboten wurde jeweils in den Mittagpausen eine kostenfreie ausführliche Stadtführung. Dabei ging es über die Geschichte Südtirols und speziell Merans als Kurort. Besonders wurde auch auf die Architektur und die Kunst alter Meister eingegangen.

Ein Highlight neben den interessanten Vorträgen war die pharmacon Dance Night auf der atemberaubenden Lokation des Panorama Bistros Meran 2000. Mit der Seilbahn ging es 2.000 Meter in die Höhe. Natürlich garantierte dies einen grandiosen Ausblick über das Tal; sowohl bei Tageslicht, wie auch später in der Nacht. Die Band „Eine Band namens Wanda“ lockte dabei alle Kollegen mit abwechslungsreicher Musik auf die Tanzfläche. Ein wirklich gelungener Abend, der allen Beteiligten viel Freude und neue Bekanntschaften bereitete.

Donnerstag, am 5. Tag, war Zeit für Exkursionen. Verschiedene Wanderungen und Führungen unter anderen zu den Dolomiten wurden angeboten. Eine Kollegin und ich entschieden uns für das Abendteuer Rafting. Mehreren Großraumtaxen fuhren uns zum Startpunkt an der Passer. Mit Neoprenanzug, Helm und Paddel ging es nach einem ausführlichen Sicherheitstraining mit praktischen Übungen in die Boote. Nach einer Stunde flussabwärts über viele Wellen und Walzen, hielten wir an einer flacheren Stelle um zu schwimmen und Rettungsübungen zu absolvieren. Vorher und Nachher Fotos sowie ein Film über das ganze Erlebnis gab es als Beweis für zuhause dazu.

Der Kongress und das Wiedersehen alter Bekannter, Kollegen und Kommilitonen war ein unvergessliches Erlebnis, welches man nicht verpassen sollte. So ist es ein Treffen von dieses Mal fast 1000 fachinteressierten und engagierten Apothekern aus der Schweiz, Österreich und Deutschland gewesen. Auch das knüpfen neuer Kontakte ist hier sehr gut mögliche. So trafen wir, die in der pharmazeutischen Technologie in Marburg promovieren, Kollegen des selben Fachgebiets aus Erlangen. Ein enger Forschungsaustausch mit gegenseitigem Besuch der Institute wurde besprochen. Das wird definitiv nicht die letzte pharmacon gewesen sein, an der wir teilnahmen. Das nächste Hotel ist bereits ausgesucht und eine fortlaufende Tradition sich bei der pharmacon in Meran wieder zu sehen, ist beschlossen.

Autor und Foto: Julia Janina Schüer, 29 Jahre, Marburg