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Gentests: „Das Arzneimittel bekommt eine Diagnostik“

Mittels Gentest vorhersagen, ob Wirkungen und Nebenwirkungen bei einem Patienten zu erwarten sind – diese Möglichkeit stellte Professor Dr. Theo Dingermann, Universität Frankfurt am Main, auf dem pharmacon in Schladming vor. Dabei stellte er klar, dass nicht der Patient und seine möglichen Erkrankungen Ziel der Untersuchung sind, sondern dessen Ausstattung mit für die Arzneimittelwirkung entscheidenden Enzymen und Transportsystemen.

Der Test erlaubt es, bereits vor dem Start einer Pharmakotherapie Responder, Teilresponder und Non-Responder voneinander zu unterscheiden. Dabei werden Patienten – jeweils bezogen auf ein bestimmtes Enzym oder Transportsystem – einer Gruppe zugeordnet: Extensive metabolizer besitzen die normale Enzymausstattung und verstoffwechseln den Wirkstoff wie erwartet. Intermediate metabolizer verfügen über die Hälfte des Enzyms, poor metabolizer über gar kein aktives Enzym; beide bauen denselben Wirkstoff langsamer bis praktisch gar nicht ab. Bei ihnen besteht das Risiko, dass der Arzneistoff im Körper kumuliert und damit das Risiko für Nebenwirkungen steigt. Ultra rapid metabolizer bauen infolge einer überdurchschnittlich hohen Enzymausstattung den Arzneistoff sehr viel schneller ab. Dieser wirkt bei ihnen entsprechend weniger oder gar nicht.

Es handele sich nicht um eine personalisierte Therapie, sondern um eine stratifizierte, so Dingermann weiter. Die Gruppenzuordnung erlaube, nicht erst im Verlauf einer Therapie sondern bereits vorher, für die Patienten eine geeignete Behandlung auszuwählen und/oder die Dosis anzupassen.

Gentests: „Das Arzneimittel bekommt eine Diagnostik“ 2018-02-19T12:52:50+00:00

Kopfschmerz am häufigsten primär

Patienten vermuteten als Ursache für ihren Kopfschmerz mitunter eine ernste Erkrankung, sagte PD Dr. Charly Gaul, Chefarzt der Migräne- und Kopfschmerzklinik in Königstein, auf dem pharmacon in Schladming. Man spricht dann von einem sekundären Kopfschmerz. Dies könne eine ausgiebige Diagnostik nach sich ziehen. Ein sekundärer Kopfschmerz trete jedoch nur bei 7,8 Prozent der Patienten auf. Diese Zahl schließt bereits die Gruppe der Neuralgien ein. In den allermeisten Fällen (92 Prozent) handele es sich vielmehr um einen primären Kopfschmerz, also um einen Kopfschmerz, dem keine andere Erkrankung zugrunde liegt. Nur 0,2 Prozent der Kopfschmerzen ließen sich nicht klassifizieren.

Doch auch wenn sich hinter Kopfschmerzen mit hoher Wahrscheinlichkeit keine ernsten Erkrankungen verbergen, sollte man die Warnzeichen eines sekundären Kopfschmerzes kennen. Wenn Patienten etwa von einem „Donnerschlagkopfschmerz“ berichteten oder von Kopfschmerzen „wie sie vorher noch nie aufgetreten waren“, dann sollte der Patient an einen Arzt verwiesen werden. Das gelte auch für Patienten ab 50 Jahren mit einem neu aufgetretenen Kopfschmerz sowie für Patienten, die auch ungewöhnliche Begleitsymptome, Fieber oder Verletzungen berichten. Krampfanfälle, Auffälligkeiten im neurologischen Befund sowie psychiatrische Auffälligkeiten stellen weitere Warnsymptome dar.

Kopfschmerz am häufigsten primär 2018-02-19T12:53:10+00:00

Wie sich das Gehirn im Tiefschlaf entrümpelt

Nicht nur um die Eindrücke des Tages verarbeiten zu können, benötigt der Körper ausreichend Schlaf in guter Qualität. Das Gehirn verfüge durch das glymphatische System auch über einen Selbstreinigungs-Mechanismus, erläuterte Professor Dr. Hans Förstl, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der TU München, auf dem pharmacon in Schladming.

Beim glymphatischen System handelt es sich um ein lymphähnliches System im Gehirn aus mit Hirnwasser gefüllten Zellzwischenräumen. Während der Tiefschlafphase werden dabei nicht mehr benötigte Stoffwechselprodukte aus dem Hirngewebe in die Gehirn-Venen gespült und von dort mit dem Blutstrom abtransportiert. Wissenschaftler vermuten eine Verbindung zwischen einer Störung dieser Reinigungsfunktion infolge chronischer Schlafstörungen und manchen Erkrankungen des Gehirns, etwa einer Alzheimer-Demenz. Bei intakter Schlafarchitektur werde Amyloid mit doppelter Geschwindigkeit aus dem Interstitium ausgeschwemmt, so Förstl.

Wie sich das Gehirn im Tiefschlaf entrümpelt 2018-02-13T12:51:30+00:00

Morbus Parkinson: Apotheken bilden wichtige Schnittstelle in der Betreuung

In der Therapie eines Morbus Parkinson steht die Behandlung der Bewegungsstörungen meist an erster Stelle. Doch sowohl das Ungleichgewicht der Gehirn-Botenstoffe als auch deren Therapie kann eine lange Reihe weiterer Beschwerden mit sich bringen, die die Patienten erheblich belasten. Das wurde im gemeinsamen Seminar der Apotheker Dr. Hiltrud von der Gathen, Haltern am See, und Steffen Schmidt, Recklinghausen, auf dem pharmacon deutlich. Dazu gehören unter anderem Schluck- und Sprechstörungen, Schwitzen und ein Mimikverlust. Sie führen nicht selten dazu, dass Betroffene das Zusammensein mit Anderen zunehmend meiden. Neben einer Begleitung der medikamentösen Therapie sollten Apotheken Betroffene daher auch mit Informationen zu Selbsthilfegruppen und weiteren – häufig erstattungsfähigen – Therapiemöglichkeiten unterstützen.

So gewöhnten sich viele Patienten etwa bestimmte Bewegungsabläufe ab, erläuterten die Referenten. Dazu gehören Drehbewegungen oder – aus Angst zu Fallen – das Vorbeugen des Rumpfes, das beim Aufstehen erforderlich ist. Diese können in einer Ergotherapie gezielt trainiert werden. Frühzeitig begonnen könne diese späteren Bewegungsproblemen vorbeugen, so die Referenten.

Physiotherapien und Massagen können Muskelverspannungen vorbeugen, Schmerzen lindern und Stürzen vorbeugen. Ein Sprechtraining durch einen Logopäden dient nicht nur dem Erhalt der Kommunikationsfähigkeit, entsprechende Trainings stärken unter anderem auch die Fähigkeit zu Schlucken.

Seine Gedanken darauf zu richten, was man kann, und nicht auf das, was man nicht kann: Dies können Patienten im Rahmen einer kognitiven Verhaltenstherapie einüben und so auch ihr Selbstvertrauen stärken. Gefühle beeinflussten die Gedanken und beide zusammen das Verhalten, erläuterte von der Gathen. Oder anders formuliert: „Energie folgt den Gedanken.“

Morbus Parkinson: Apotheken bilden wichtige Schnittstelle in der Betreuung 2018-02-07T11:31:50+00:00

Volle Segel für die pharmazeutische Zukunft

Eschborn/Schladming, 19.01.2018 – Sehr gute Noten gaben die über 700 TeilnehmerInnen dem Winter-pharmacon, der heute (Freitag) in Schladming zu Ende ging. Die ApothekerInnen und Pharmaziestudierenden lobten dabei sowohl die exzellenten Vorträge und Seminare rund um die Themenbereiche neurologische und psychiatrische Erkrankungen als auch das Rahmenprogramm mit seinen Möglichkeiten zum Netzwerken.

In den wissenschaftlichen Vorträgen und Seminaren informierten die ReferentInnen über die Entstehung und Behandlung unter anderem von Depression, Morbus Parkinson, Epilepsie, Multiple Sklerose, Angst- und Schlafstörungen und über Probleme bei der Anwendung der Arzneimittel durch die Patienten sowie über Maßnahmen bei Arzneimittelabhängigkeit.

Der Bankenabend der Deutschen Apotheker- und Ärztebank griff die aktuelle politische Situation in Deutschland auf. Kurz nach dem Ende der Sondierungsgespräche zwischen Union und SPD informierte der ehemalige hessische Ministerpräsident, Roland Koch, die TeilnehmerInnen darüber, wohin Deutschland aus seiner Insider-Sicht in den nächsten vier Jahren segelt.

In der berufspolitischen Veranstaltung diskutierten die führenden Vertreter der deutschen Apothekerschaft mit den TeilnehmerInnen des Kongresses über den Umgang mit dem 2hm-Honorargutachten. „Das Honorargutachten steht in keinem Verhältnis zur geleisteten Arbeit des Apothekers“, erklärte Dr. Andreas Kiefer, Präsident der Bundesapothekerkammer.

Highlight im gesellschaftlichen Rahmenprogramm war der von ADG und der Fattoria la Vialla unterstützte Abend in der Schladminger Tauernalm. Bei der pharmacon Hüttenparty mit der Möglichkeit zum gemeinsamen Nachtrodeln kamen die ApothekerInnen in ausgelassener Stimmung auch auf der Tanzfläche miteinander ins Gespräch.

„Die Mischung aus pharmazeutischer Fortbildung und der Austausch mit Kollegen ist es, die die pharmacon-Kongresse für ApothekerInnen so besonders und attraktiv macht“, erläuterte Kiefer zum Ende des Winter-Kongresses, der nunmehr zum 48. Mal stattfand. „Die Durchführung hochwertiger und an den Bedürfnissen der ApothekerInnen ausgerichteter Kongresse hat für uns auch in Zukunft hohe Priorität“, erklärte Avoxa-Geschäftsführer Metin Ergül.

Diesen Anspruch erhebt die Bundesapothekerkammer auch für den kommenden pharmacon-Kongress in Meran, der vom 27. Mai bis zum 1. Juni in Südtirol mit den Schwerpunktthemen Autoimmunerkrankungen, Atemwegserkrankungen und Leber stattfindet. Zum nächsten Winter-pharmacon treffen sich die Pharmazeuten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz dann vom 20. – 25. Januar 2019 wieder in Schladming.

 

Volle Segel für die pharmazeutische Zukunft 2018-01-22T15:35:50+00:00

Tropfen: Fehldosierungen durch Anwendungsfehler möglich

Eine Abweichung von bis zu 25 Prozent von der angestrebten Dosis kann es zur Folge haben, wenn Tropfflaschen mit Senkrechttropfer beim Abzählen der Tropfen schräg gehalten werden, erläuterte Apotheker Dr. Wolfgang Kircher, Peißenberg, in einem Seminar auf dem pharmacon in Schladming. Der Grund: Die Tropfengröße verändert sich dabei. Insbesondere bei stark wirksamen Arzneimitteln wie Antipsychotika kann dies erhebliche Folgen für die Therapie nach sich ziehen.

Nicht zuletzt ältere Menschen begingen diesen Fehler häufig, berichtete er. Sie befürchten unter anderem, dass die Flüssigkeit beim Senkrechthalten des Fläschchens zu schnell abtropfen könnte, was das Abzählen der Tropfen erschwert. Wer nicht mehr gut sehe, könne das Arzneimittel in einen dünnen Plastikbecher tropfen lassen statt auf einen Löffel, riet Kircher. So könne man die Tropfen anhand des Geräusches abzählen.

Viele Patienten wissen zudem nicht, wann es sich überhaupt um eine Flasche mit Senkrechttropfer handelt. Nicht immer finden sich hierzu auch Informationen in der Packungsbeilage. Man könne diese an einem exzentrisch angebrachten kleinen Röhrchen in der Tropfflasche erkennen, durch das beim Tropfen Luft in die Flasche gelangt, so Kircher.

Nicht zuletzt birgt auch der Rabattvertrags-bedingte Austausch von Arzneimitteln eine mögliche Quelle für Fehldosierungen. So kann dieselbe Dosierung je nach Fertigarzneimittel durch eine unterschiedliche Anzahl von Tropfen erreicht werden, da von Hersteller zu Hersteller unterschiedliche Tropfmonturen verwendet werden.

Apotheken sollten sich versichern, dass der Patient auch die scheinbar einfach zu handhabende Arzneiform sicher anwenden könne, betonte Kircher. Gegebenenfalls könne die Auswahl eines bestimmten Fertigarzneimittels mit pharmazeutischen Bedenken begründet werden.

Tropfen: Fehldosierungen durch Anwendungsfehler möglich 2018-01-22T14:53:28+00:00

Antipsychotika und Psychosen: Mangelnde Adhärenz vermindert Rückfallschutz

Antipsychotika verkürzen nicht nur die Dauer der akuten Psychose, sondern beugen auch einem erneuten psychotischen Schub vor, sagte Professor Dr. Martina Hahn, Eltville, auf dem pharmacon in Schladming. Patienten profitieren daher auch langfristig von einer konsequenten Therapie. Während der Psychose komme es zudem zu einer Neurodegeneration, die sich langfristig in zunehmenden kognitiven Leistungseinbußen äußert – umso schneller und stärker, je häufiger die Psychosen auftreten. Eine konsequente Therapie sei daher auch nach Besserung der akuten Symptome wichtig.

Allerdings führen Antipsychotika bei den meisten Patienten auch zu Nebenwirkungen. Je nach Arzneistoff gehören dazu unter anderem eine Hyperprolaktinämie, eine Verlängerung der QT-Zeit oder eine Gewichtszunahme. Dabei wurden insbesondere unter der Therapie mit atypischen Antipsychotika Gewichtszunahmen von 30 bis 40 kg im ersten Behandlungsjahr mit Entwicklung einer Insulinresistenz beobachtet. Aber auch bei schlanken Patienten könne es zu Stoffwechsel-Veränderungen kommen, berichtete die Referentin. Bei ihnen gelte es, auf Dyslipidämien zu achten. Daher seien Blutzucker- und Lipidkontrollen angezeigt.

Die Beratung der Patienten zu den Möglichkeiten, wie sie Nebenwirkungen vermindern können, könne diese daher besonders unterstützen. So könnten etwa künstlicher Speichel oder zuckerfreie Bonbons Mundtrockenheit lindern. Auch Hinweise zur korrekten Einnahme der Antipsychotika seien wichtig, da Nahrung die Resorption vieler Wirkstoffe beeinflusst.

Antipsychotika und Psychosen: Mangelnde Adhärenz vermindert Rückfallschutz 2018-01-18T19:22:23+00:00

Angststörungen: Der Ursache auf den Grund gehen

„Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen wachsen sich nicht einfach aus“, sagte Professor Dr. Andreas Warnke, Würzburg, auf dem pharmacon in Schladming. Anhaltendes Vermeidungsverhalten schränkt dann das Leben mehr und mehr ein. Darüber hinaus erhöhen Angststörungen das Risiko für Depressionen, Schmerzstörungen und/oder Suchterkrankungen im Erwachsenenalter. Durchschnittlich 30 Jahre leben die Betroffenen laut einer WHO-Studie mit erheblichen Beeinträchtigungen.

Dabei kann dieselbe Angststörung unterschiedliche Wurzeln haben, erläuterte Warnke am Beispiel Schulverweigerung. So könne hinter einer Schulphobie die Angst vor der Bewertung durch andere oder vor einem Versagen stecken, dahinter könne sich jedoch auch eine Trennungsangst verbergen. Zur Therapie gehören daher unter anderem eine rasche schulische Wiedereingliederung, eine Therapie der Trennungsangst und eine Elternberatung.

In der Behandlung von Angststörungen bei Kindern und Jugendlichen stehen Verhaltenstherapie und Psychoedukation an erster Stelle, medikamentöse Therapien kommen seltener zum Einsatz, erläutere der Referent weiter. Bei der Exposition setzt sich der Betroffene kontrolliert der angstauslösenden Situation aus. Das Ziel: die Erfahrung, dass die Angst bewältigbar ist.

Angststörungen: Der Ursache auf den Grund gehen 2018-01-18T09:56:36+00:00

Depressionen: Vielfältige Aspekte in der Beratung

Apotheken können im multiprofessionellen Team bei der Betreuung von Patienten mit Depressionen eine wichtige Rolle einnehmen. Darauf wies Professor Dr. Kristina Friedland, Mainz, in ihrem Vortrag „Volkskrankheit Depression – Erkennen, Behandeln Beraten“ auf dem pharmacon in Schladming hin. Apothekerliche Beratung könne die Patienten in verschiedener Hinsicht unterstützen – durch wichtige Informationen zur korrekten Anwendung der verordneten Arzneimitteln, aber auch, wenn es um das Erkennen einer möglichen Depression geht.

So möchten viele Betroffene depressive Symptome auch auf Nachfrage oft nicht direkt äußern. Veränderungen in ihrem Leben zu beschreiben, fällt vielen hingegen leichter. Wer etwa die Frage, ob er die Freude an früheren Interessen und Hobbys verloren habe, bejahe und auch über eine Abnahme sozialer Kontakte berichte, sei für anschließende Fragen nach der Stimmungslage häufig zugänglicher, so Friedland.

Bei Verdacht auf eine depressive Erkrankung ist an den Arzt zu verweisen. Dass sich depressive Erkrankungen meist gut behandeln lassen und dass sich aus einer akuten nicht automatisch eine chronische Form entwickelt, kann Betroffene motivieren, ärztlichen Rat einzuholen. Aber auch eine Möglichkeit dürfe nicht außer Acht gelassen werden, betonte die Referentin: dass eine depressive Erkrankung im Rahmen einer organischen Grunderkrankung entstanden ist, welche ebenfalls einer Behandlung bedarf.

Depressionen: Vielfältige Aspekte in der Beratung 2018-01-17T15:19:14+00:00

Forschungsfeld Autophagie: Nervenzellen schützen

Autophagie rückt seit rund zehn Jahren immer mehr in den Fokus der pharmazeutischen Forschung, denn die Prozesse der „intrazellulären Mülltrennung und -beseitigung“ spielen bei verschiedenen neurodegenerativen Erkrankungen eine wichtige Rolle. Darüber informierte Professor Dr. Christian Behl, Mainz, auf dem pharmacon in Schladming. Veränderungen der Autophagie beobachte man etwa beim Morbus Alzheimer oder beim Warburg Mikro Syndrom. Ziel der Forschung sei es, „die Resistenz der Nervenzellen gegenüber Krankheitseinflüssen zu schützen“, so Behl.

Kennt man die Details und Abläufe autophagischer Prozesse, können in einem weiteren Schritt mögliche Modulatoren – also Aktivatoren oder Inhibitoren – gesucht werden. Diese Suche gestalte sich jedoch weniger geradlinig als erhofft, führte der Referent aus. Benötigt werden Substanzen, die selektiv auf einen bestimmten Teilbereich, die Makroautophagie, abzielen, da andernfalls weitere zelluläre Prozesse beeinflusst würden. Verschiedene Aktivatoren und Inhibitoren befinden sich jedoch bereits in der präklinischen und klinischen Entwicklung.

Forschungsfeld Autophagie: Nervenzellen schützen 2018-01-16T00:09:49+00:00