Top News

Fortbildung sichert Qualität der Arzneimittelversorgung

Mehr als 900 Teilnehmer beim pharmacon Meran

Eschborn/Meran (31.05.2019) – Während in Berlin um den Referentenentwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Vor-Ort-Apotheken gerungen wird, legten in dieser Woche Apothekerinnen und Apotheker aller Altersgruppen ein überzeugendes Zeugnis dafür ab, wie engagiert sie sich für die pharmazeutische Qualität der flächendeckenden Arzneimittelversorgung rund um die Uhr einsetzen. Mehr als 900 Teilnehmer – darunter viele Studierende und junge Apothekerinnen und Apotheker – kamen nach Meran, um sich dort beim pharmacon über die neuesten Erkenntnisse der pharmazeutischen Wissenschaft zu informieren. In diesem Jahr standen die Schwerpunktthemen „Haut, Urogenitaltrakt und Hormone“ im Zentrum des Kongresses, der am heutigen Freitag zu Ende ging.

„Die Attraktivität des einwöchigen internationalen Fortbildungskurses der Bundesapothekerkammer liegt unter anderem darin, dass hier von hochkarätigen Referenten gleichermaßen Informationen über wissenschaftliche Innovationen sowie Kenntnisse für die pharmazeutische Praxis vermittelt werden“, erklärte Dr. Andreas Kiefer. Neben den Vorträgen standen bei den ergänzenden Seminaren die Themen “Wunden – gut verbunden” und „Antiseptika, Antibiotika und Farbstoffe für die dermale Applikation – ein Update für die Apothekenpraxis” auf dem Programm.

Der direkte Austausch zwischen Teilnehmern und Referenten ist der Bundesapothekerkammer besonders wichtig. Zusätzlich zur Diskussion direkt im Anschluss der Vorträge wurde in diesem Jahr erstmals ein Speaker’s Corner angeboten. Viele Interessierte nutzten diesen persönlichen Austausch mit dem Referenten und konnten auch individuelle Fragen aus der eigenen Apotheke klären und mit den frisch gewonnen Erkenntnissen abstimmen.

Dem Austausch und dem Networking dienten zudem die Veranstaltungen des Rahmenprogrammes, die von den Teilnehmern des pharmacon ebenso positiv bewertet wurden wie die Vorträge des Kongresses. “Insgesamt haben wir auch das begleitende Angebot an die sich seit Jahren verjüngende Teilnehmerschaft angepasst“, erklärte Metin Ergül, Geschäftsführer der Avoxa Mediengruppe, die den pharmacon im Auftrag der Bundesapothekerkammer ausrichtet. „Neben dem klassischen Konzert sowie dem Ausflug am Donnerstag haben wir daher auch wieder Rafting-Touren angeboten, die hervorragend angenommen wurden. Ganz neu wurde ein Networking-Event für junge Apotheker ausgerichtet, zu dem sehr viele Teilnehmer kamen. Das Highlight war jedoch auch in diesem Jahr wieder die komplett ausgebuchte pharmacon Dance Night.“

Die Mischung aus Fortbildung, Rahmenprogramm und Networking mit Referenten und Kollegen hat die Teilnehmer des pharmacon Meran 2019 einmal mehr überzeugt. Viele haben sich daher schon jetzt entschieden, auch im nächsten Jahr wieder dabei zu sein. Der Winter-pharmacon findet vom 19. – 24.01.2020 in Schladming statt. Der Sommer-Kongress lädt vom 07. – 12.06.2019 wieder in das Meraner Jugendstilkurhaus ein.

 

Pressekontakt:
Elmar Esser
E-Mail: presse@avoxa.de

Fortbildung sichert Qualität der Arzneimittelversorgung2019-05-29T14:50:15+02:00

Apalutamid bei Prostatakarzinom: Hinweis auf beträchtlichen Zusatznutzen

Männer, die an einem nicht metastasierten kastrationsresistenten Prostatakarzinom erkrankt sind und ein hohes Risiko für die Entwicklung von Metastasen aufweisen, können von einer Therapie mit Apalutamid profitieren. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) und vergibt in der Nutzenbewertung einen Hinweis auf einen beträchtlichen Zusatznutzen. Apalutamid wurde im Januar 2019 zur Hormonentzugstherapie des Prostatakarzinoms zugelassen.

Vor allem bei einem wichtigen patientenrelevanten Endpunkt zeigen sich laut einer Pressemitteilung des IQWiG deutliche Vorteile: bei der symptomatischen Progression. Dies ist ein aus mehreren Komponenten zusammengesetzter Endpunkt, der in der Nutzenbewertung zugrunde liegenden Studie zu Apalutamid explizit erhoben wurde. Berücksichtigt wurden dabei verschiedene Beschwerden, die bei fortschreitendem Prostatakarzinom neu auftreten oder sich verschlimmern können. Dazu gehören Knochenbrüche und Schmerzen. Bei den Männern, die Apalutamid einnahmen, führte der fortschreitende Krebs bei etwa 8 von 100 Männern zu Beschwerden oder zu einer weiteren Behandlung. In der Vergleichsgruppe war dies dagegen bei etwa 16 von 100 Männern der Fall.

„In der Vergangenheit haben wir die Art und Weise, wie Progression in onkologischen Studien definiert und erhoben wurde, oft kritisiert“, sagte Stefan Lange, stellvertretender Leiter des IQWiG. „Hier sind die Studienautoren ganz anders vorgegangen: Anstelle bloßer Messwerte, etwa eines Tumorwachstums um soundsoviel Millimeter, wurden pathologische Frakturen und Kompressionen des Rückenmarks ermittelt sowie Symptome, die einen chirurgischen Eingriff, eine neue systemische Krebstherapie oder eine Strahlentherapie nötig machten. Das ist eindeutig patientenrelevant.“

Mehr zum Thema Prostatakarzinom gibt es im Vortrag von Professor Dr. Arnulf Stenzel, Universitätsklinik Tübingen. Das vollständige Programm des Kongresses gibt es hier.

Apalutamid bei Prostatakarzinom: Hinweis auf beträchtlichen Zusatznutzen2019-05-15T14:42:07+02:00