Wer viele Muttermale an den Armen oder Beinen aufweist, hat ein erhöhtes Risiko, an einem malignen Melanom oder einem Basalzellkarzinom zu erkranken. Das geht aus einer aktuellen Studie hervor, die in der Fachzeitschrift Journal of the American Academy of Dermatology veröffentlicht wurde, wie die Deutsche Krebsgesellschaft online berichtet.

Personen mit mindestens 15 Muttermalen erkrankten demnach fast dreimal häufiger an einem Melanom und knapp eineinhalbmal häufiger an einem Basalzellkarzinom als Personen, die kein Muttermal aufwiesen. Die Melanome traten dabei nicht nur an den Gliedmaßen auf, sondern auch in anderen Körperregionen. Für das Plattenepithelkarzinom fand sich ein solcher Zusammenhang nicht.

Da die Zahl der Muttermale auf Angaben der Teilnehmer beruht und nicht auf einer medizinischen Untersuchung, raten die Autoren der Studie bei der Interpretation der Ergebnisse zu Zurückhaltung. Dennoch könne – auch im Zusammenhang mit den Ergebnissen früherer Studien – davon ausgegangen werden, dass die Anzahl der Muttermale ein aussagekräftiger und klinisch leicht zu bestimmender Parameter für das Basalzellkarzinom- und das Melanomrisiko in allen Körperregionen darstelle.

Über die Fortschritte in der Behandlung von Präkanzerosen, Melanom und Basaliom informiert in ihrem Vortrag Professor Dr. Dorothee Nashan auf dem pharmacon in Meran. Das Programm des Kongresses ist bereits jetzt hier einsehbar.

Der Link zur Studie: Wei EX et al. Extremity nevus count is an independent risk factor for basal cell carcinoma and melanoma, but not squamous cell carcinoma. Journal of the American Academy of Dermatology 2019, 80(4):970-8