Erlebnisbericht von dem diesjährigen pharmacon in Meran, Silke Bruckmeir

Erlebnisbericht von dem diesjährigen pharmacon in Meran, Silke Bruckmeir

Nach Meran zum pharmacon 2018 fuhr ich mit fünf weiteren jungen Kolleginnen aus Mannheim. Wir hatten alle das Glück, beim Gewinnspiel der PZ gewonnen zu haben und so fieberten wir einer interessanten Woche in Meran entgegen.

Es hat schon eine lange Tradition, dass der pharmacon jährlich in Meran stattfindet und so hat der Fortbildungskongress auch für die Stadt selbst eine besondere Bedeutung, da er in seiner Größe (mehr als 900 Gäste) und Kontinuität der Veranstaltung eine Sonderstellung einnimmt, wie die Präsidentin der Kurverwaltung überschwänglich während der Eröffnungsveranstaltung betonte.

Das Fortbildungsprogramm hatte in diesem Jahr mehrere Schwerpunkte, mit den Themen Autoimmun-, Atemwegs- und Lebererkrankungen. Darunter waren ausgezeichnete Vorträge, die entweder unser pharmazeutisches Wissen auffrischten oder uns neue Arzneimittel und Therapieansätze näher brachten.

Besonders unterhaltsam, da gut durchdacht und erfrischend vorgetragen, waren die als Rollenspiel vorgetragenen Fachgespräche zwischen jungen Approbierten und deren erfahrenen Kollegin zur Lösung arzneimittelbezogener Probleme bei Atemwegserkrankungen.

Wenn es einen Vortrag gab, der mir persönlich nicht vollends zusagte, so war es der (politische) Festvortrag am Eröffnungstag. Hier war für mich und meine jungen KollegInnen der Begeisterungssturm, den dieser Vortrag bei vielen älteren KollegInnen auslöste nicht ganz nachvollziehbar. Vermutlich lag es aber am mangelnden Verständnis der inflationär verwendeten (politischen) Fach- und Fremdwörter – die einen Vortrag generell nicht unbedingt besser machen.

Unser Fortbildungswille kam bei den insgesamt sehr interessanten pharmazeutischen Fachvorträgen jedoch voll auf seine Kosten.

Zwischen den Vorträgen blieb genug Zeit, um Meran und die nähere Umgebung zu erkunden. Als besonders lohnenswerte Ziele hervorheben möchte ich die Therme Meran, die Gärten von Schloss Trautmannsdorf sowie eine Sessellift-Fahrt nach Dorf Tirol. Immer mal wieder trafen wir zufällig auf weitere Kongressteilnehmer, was zu netten Gesprächen auch außerhalb des Kurhauses führte.

Dem Austausch unter Kollegen diente auch die pharmacon Dance Night, das absolute Highlight des Rahmenprogramms: Mit der Seilbahn ging es hinauf zu Meran 2000, von wo aus man (prinzipiell bei gutem Wetter) einen wunderbaren Blick ins Tal genießt.

Das Regenwetter tat der Stimmung keinen Abbruch und so verbrachten ApothekerInnen aller Generationen einen ausgelassenen Abend bei Lasagne, regionalem Wein und mitreißender Livemusik der „Band namens Wanda“. Umso besser, dass der nächste Tag (Fronleichnam) der Erholung dienen konnte bzw. für Ausflüge abseits der Vorträge zur freien Verfügung stand.

Mein besonderer Dank gilt der Avoxa-Mediengruppe, die erneut jungen Pharmazeuten über die Ausschreibung des Gewinnspiels die Teilnahme ermöglicht hat und dadurch wesentlich zum Bekanntheitsgrad des Kongresses auch in der jüngeren Generation beiträgt.

Für mich war es bereits der zweite Besuch des pharmacon in Meran (und sicher nicht der letzte). Wo sonst lässt sich Fortbildung und Erholung besser verbinden, als in der traumhaften Umgebung von Südtirol (Italien).

Autor: Silke Bruckmeier, Mannheim
Foto: PZ/privat

2018-07-12T15:27:05+00:00